Styledarlings's Blog

Mai 12, 2010

Me and my Wii

Filed under: Lifestyle — Schlagwörter: , , , , , , — styledarlings @ 3:45 pm

Wie ein kleiner weißer Kasten mein (Sport)-Leben veränderte

Ich war immer sportlich. Sehr sogar. Zumindest ab und zu. Wenn ich die Zeit dazu fand. Und ich Lust dazu hatte. Und es nicht schon zu spät war. Oder es regnete. Oder das Sofa zu doll rief. Oder Freunde fragten, ob ich mit ihnen einen trinken ginge. Oder mir sonst keine Ausrede mehr einfiel. Aber das ist nun alles vorbei, denn Weihnachten trat die „Wii“ in mein Leben …

Mit dem Sport, bzw. dem „Turnen“, habe ich angefangen, als ich drei Jahre alt war. „Mutter-und-Kind-Turnen“ nannte sich das damals und meine Mutter schwört, dass es mir unendlich viel Spaß gemacht hätte, mit den anderen Kids durch die Halle zu hüpfen. Etliche Jahre, diverse Bundesjugendspiele, verschiedene Sportarten, Vereine, usw. später hüpfte ich dann wieder: Aerobic nannte sich das Ganze da. Und ich war fleißig: Zwei Stunden. Jeden Tag. Oder zumindest jeden zweiten. Als Studentin kann man sich das ja auch noch leisten, ohne auf ein Mindestmaß an sozialen Kontakten zu verzichten. Das ist ja nun auch schon ein bisschen her, aber mit den Sportclubs kenne ich mich trotzdem noch bestens aus. „Gym“, „Kaifu Lodge“, „Meridian“, „Kieser-Training“, „Fitness-Company“, „Calm“ – je nach pekuniärer Lage und Job war ich dabei. Mit viel Begeisterung am Anfang – als zahlendes Mitglied wenig später. Ins Meridian bin ich sogar so oft ein- und ausgetreten, dass ich mittlerweile schon nicht mal mehr die Aufnahmegebühr bezahlen muss … „Ach, da sind Sie ja wieder…“.

Die Frage ist: Was hat’s gebracht? Die Antwort lautet: Nichts. Irgendwann musste ich mir einfach eingestehen, dass gemeinschaftliche Sportaktivitäten einfach nicht mein Ding sind. Ich hasse es, verschwitzte Idioten in einem viel zu kleinen Saal um mich herum zu haben, kann die gönnerhaften/ mitleidigen/ neidischen Blicke der anderen Frauen nicht ertragen, bin morgens zu lärmempfindlich und abends zu menschenfeindlich, um lustiges Geschnatter / laute Musik oder, mein Favorit, „leise“ Gespräche im Ruheraum zu ertragen. Kurz: Ich musste mir eingestehen, dass ich einfach nicht Sport-Studio kompatibel bin.

Aber:  Was ist mit Sport? lautete damit irgendwann die einfache – aber berechtigte – Frage, die ich mir stellte. Morgens an der Alster ein bisschen zu walken ist schön, macht Spaß (ich muss nicht reden!) – und in der kalten Jahreszeit eine echte Zumutung. Tennis spiele ich nicht. Mein Golfspiel spottet jeder Beschreibung. Und findet ja nun leider auch draußen statt. Die Lösung traf mich an Weihnachten. Der Beste aller Männer legte mir ein großes Paket unter den Baum: „Gestatten, dass ich vorstelle, mein Schatz: Deine Wii.“

„Meine, was?“ Natürlich hatte ich die Biester schon im Fernsehen gesehen und für äußerst lustig befunden. Da ich aber weder jemals eine Playstation noch eine X-Box in Händen gehabt hatte, konnte ich mit dem ganzen Gedöns erstmal nicht viel anfangen. Trotzdem war ich natürlich gleich Feuer und Flamme. Wir haben uns, kein Scherz, drei Tage lang eingeschlossen und sind Mario-Cart-Rennen gefahren wie die Weltmeister, haben an unserem Handicap gearbeitet, gebowlt, mit Pfeil und Bogen geschossen, und und und. Danach hatten wir beide einen Muskelkater, der sich gewaschen hatte, vor allem am Bauch, vor lauter Lachen.

Die wirkliche Entdeckung aber war die, dass man mit der „Wii“ auch tatsächlich „richtig“ Sport machen kann. Die Muskelübungen haben’s fies in sich, die Yogaübungen auch – und der Trainer und vor allem die „Wii“ selber motivieren einen, dass es eine wahre Freude ist. BMI und Gewicht werden täglich geprüft, jeder noch so kleine Gewichtsverlust euphorisch bejubelt, jede durchgehaltene Trainingseinheit gelobt. Nach zehn Stunden Training verfärbt sich das „Fitnessschweinchen“ von Bronze auf Silber (ob danach etwas kommt, weiß ich noch nicht, ich gehe aber schwer von „Gold“ aus). Kurz: Es macht einfach Spaß. Zumal man das Trainingsprogramm täglich wechseln, oder auch auf der „Skateboard-Bahn“, bei der „Schneeballschlacht“, auf dem „Hindernis-Parcours“ oder beim „Kunstflug“ aktiv sein kann. Ich jedenfalls muss zugeben, dass ich ein echter „Wii“-Fan geworden bin und mittlerweile täglich mindestens eine halbe Stunde lang trainiere. Meistens jedenfalls. Aber wenn nicht – dann muss ich mein schlechtes Gewissen jetzt wenigstens nicht noch in harten Euros bezahlen…



Advertisements

Schreibe einen Kommentar »

Es gibt noch keine Kommentare.

RSS feed for comments on this post. TrackBack URI

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: