Styledarlings's Blog

Juni 11, 2010

Mr. Right aus dem World Wide Web: Katzenbesitzer

Filed under: Lifestyle — Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , — styledarlings @ 9:53 am

Mal wieder ein paar Erkenntnisse von der Datingfront auf der Suche nach Mr. Right.

In einem Anfall von Wahnsinn – oder Fieber – habe ich mich wieder zu einem Date überreden lassen.  Ich muss gestehen, ich habe mich auch nicht sonderlich gesträubt – der Herr sah auf seinen Bildern aber auch zu lecker aus – und Witz hatte er auch.

Optisch wie ein Schneemann anmutend erschien ich zum Date. Also rund durch Klamotten, nicht das hier falsche Eindrücke entstehen! Wir trafen uns am frühen Abend an einer Draussenlocation- trotz kühlem und nassem Wetter. Ich liebe es, die Wetterfestigkeit eines Herren zu testen – ich habe schliesslich Hunde. Wetterweicheier kommen somit also nicht in Frage.

Tja und da stand er nun – und wenn er sich nicht zu erkennen gegeben hätte, ich hätte ihn nicht erkannt. Der tolle und trendige Haarschnitt auf den Bildern war einem Männer-Weltweit-Einheitshaarschnitt gewichen, der Klamottenstil war nur noch halb so stylisch wie auf den Fotos. Und dann war da noch diese lasche Körperhaltung mit runden nach vorne fallenden Schultern – konnte man auf den Bildern wirklich nicht sehen. Und die Figur war eher so, dass ich dachte, wenn ich den in die Arme nehmen müsste, hätte ich wohl das Gefühl, mich selbst zu umarmen.

Nun gut, alles Äusserlichkeiten, kommen wir zum Wesentlichen – die inneren Werte. Grundsätzlich nicht unnett, wenn er mich denn wenigstens im Gespräch auch mal angeschaut hätte. Der junge Mann hat immer links oder rechts an mir vorbeigeschaut – so dass ich mich schon genötigt sah, mich umzudrehen, um zu sehen, was denn tolles hinter mir stattfindet. Da war nur nichts. Hmm vielleicht schielt er? Als Frau versucht man ja Erklärungen zu finden.

Kennt man sich nicht, hat man ja noch eine Menge Gesprächsstoff bzw. kann man noch viele Basics abfragen. Laut Onlineangabe hatte er einen coolen Job. Jobs sind ja nicht sooo unwichtig also fragte ich danach. Raus kam, dass er schon seit geraumer Zeit ein 1 Euro Jobber ist.  Kann man ja heutzutage nicht immer was für, aber als er mir dann so von seinen Jobs und von seiner insgesamten Arbeitseinstellung berichtete, bekam ich das grosse Stirnrunzeln! Wie jetzt? Mit der Einstellung findet er niemals einen Job und so Pappnasen wie ich finanzieren den Spass auch noch. Bevor ich meinem Unmut sehr undamenhaft Luft machen konnte, wechselten wir das Thema.

Und kamen auf sein Haustier zu sprechen: Eine Katze! Katze??!! Ich habe Hunde! Und wenn ich schon immer gefunden habe, dass Frauen mit Katzen häufig merkwürdig sind, so kann ich nun sagen, Männer mit Katzen sind um einiges merkwürdiger! Er kam aus den Lobeshymnen gar nicht mehr raus, wie entzückend sie sei, wie hübsch sie sei, wie schmusig sie sei -irgendwann dachte ich mir, der spricht doch von einer Frau und nicht von einer Katze! Aber ne – gemeint war tatsächlich das Tier.

In meiner Phantasie konnte ich mir genau vorstellen, wie er mit seiner Katze lebt. Da konkurriert man als Frau mit dem Haustier!

Fazit: Nie wieder einen Mann mit Katze daten! So einer verlangt bestimmt, dass man in gewissen Momenten wie ein Kätzchen faucht oder schnurrt – so zur Stimmulation oder so. Gruselige Vorstellung!!!! Langsam vergeht mir die Lust auf Onlinedating!

Juni 8, 2010

Die Styledarlings fragen sich: Ist Monogamie noch zeitgemäß?

Filed under: Lifestyle — Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , — styledarlings @ 8:58 am

Ist Monogamie noch zeitgemäß?“, war die Frage, die sich die Styledarlings diese Woche gestellt haben – und die interessanterweise direkt kontrovers diskutiert wurde. Weil wir wissen wollten, wie ihr das seht, hier unser Pro und Contra, jeweils von einem Styledarling geschrieben.

Pro:

Ich bin ein Höckerschwan. Zumindest, wenn ich der Definition auf Wikipedia über den Begriff „Monogamie“ folge. Die Schwäne werden dort nämlich als Beispiel für lebenslange Treue aufgeführt. Eigentlich müssten diese wunderbaren Tiere damit auf die Liste der bedrohten Arten gesetzt werden. Denn wenn man sich heute für monogam erklärt, wird man gern schräg von der Seite angesehen, so nach dem Motto: „Gott, was bist Du denn jetzt für ein Spießer.“ „Wir leben doch nur einmal“, „Das Leben ist zu kurz für nur einen Kerl/ eine Frau“, „Früher war die Lebenserwartung so kurz, dass man frohen Mutes „bis dass der Tod Euch scheidet“ schwören konnte – dauerte ja nur bis Mitte 20“, die Liste der so genannten Argumente gegen Monogamie und Treue in einer festen Beziehung ließe sich beliebig fortsetzen.

Natürlich sind wir heute viel mehr Versuchungen ausgesetzt, als die Generationen vor uns. Unsere Lebenserwartung ist drastisch gestiegen. Die „sexuelle Revolution“, die Pille, eine noch nie dagewesene Freiheit im Denken und in der Mobilität – so viele Versuchungen lauern im 21. Jahrhundert auf uns an jeder Straßenecke, im Büro, im Sportclub und via Internet und Datingbörsen sogar in den eigenen vier Wänden. Der Betrug wird bequem – und wer der Meinung ist, dass Treue out ist, wird sowieso immer ein Hintertürchen finden, um seinen Beschiss zu sanktionieren. „Meine Frau versteht mich nicht“, „Mein Mann hat nie Zeit für mich“, „Ich brauche mehr Sex“ – auch diese Aufzählungen kann man bis ins Unendliche fortführen.

Für mich ist allein schon die Diskussion darüber, ob Monogamie noch zeitgemäß ist, ein Spiegel unserer Gesellschaft. Werte, zu denen Ethik, Moral, Anstand, Ehrlichkeit, Freundschaft, Rücksichtnahme, Loyalität und, eben auch, Treue und damit die Monogamie in einer Beziehung, gehören, sind erschreckend aus der Mode gekommen. Die „Ich will Spaß“-Gesellschaft drückt aufs Gaspedal und wer nicht mitzieht, hat eben selber Schuld. Rücksichtslos werden die eigenen Belange durchgesetzt, koste es, was es wolle. Dass fängt damit an, dass die SUV-Ziegen ihre monströs großen Wagen grundsätzlich nur in der zweiten bis dritten Reihe parken, wenn sie ihre Kids vor der Schule ein- bzw. ausladen, geht über die so genannten „Wahlversprechen“ der Politiker, die uns, um eigene Interessen zu wahren, durchgehend für dumm verkaufen und hört eben auch nicht auf beim eigenen Partner. Hauptsache ICH.

Kants kategorischer Imperativ: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde“ wird in unserer Welt Stück für Stück zu Grabe getragen, denn kaum jemand schert sich noch darum, welche Auswirkungen sein Handeln auf andere oder gar die Gesellschaft hat. Und mit Sicherheit wird auch meine Haltung daran nichts ändern. Aber: Ich habe wenigstens eine. Und die heißt, wenn ich eine Beziehung habe, bin ich treu. Punkt. Damit befinde ich mich – wenigstens ab und zu – in prominenter Gesellschaft. Heidi Klum sagte neulich in einem InStyle Interview, dass sie niemals mit anderen Männern flirte: „Es ist respektlos gegenüber dem eigenen Mann. Ich würde das nie tun. Ich bin ihm treu ergeben und er mir auch.“ Nun mag man von Heidi halten, was man will – aber in dem Punkt hat sie eindeutig recht, finde ich. Treue hat, neben der Liebe, eindeutig auch etwas mit Respekt zu tun. Und damit mit Werten. Und, ganz ehrlich, wenn jemand frohen Herzens den eigenen Partner hintergeht – wie viel Chance besteht dann, dass er sich in anderen Dingen als gerade, aufrecht und ehrlich erweist? Das beste Mittel, monogam zu sein, ist doch eigentlich ein ganz einfaches: Es heißt „Nein“ zu sagen, wenn man merkt, dass es brenzlig werden könnte. Und wenn die Hormone trotzdem völlig durchgehen, der Blitz einschlägt, die „Once in a lifetime“ Liebe in der Tür steht – dann gibt’s immer noch die Möglichkeit, ERST für klare Verhältnisse zu sorgen und DANN etwas Neues anzufangen.

Contra: Tiere sind überbewertet – ich bin Mensch! Monogamie ist sicherlich etwas ganz feines für denjenigen, der es kann, aber realistisch betrachtet sind das wohl die wenigsten. Oder warum sonst trennen sich so viele Paare wegen eines Seitensprungens?

Der Mensch ist meiner Ansicht nach nicht dazu geschaffen worden, um sein Leben an der Seite eines Partners zu verbringen. Auch wenn viele der Meinung sind, früher – damals war ja bekanntlich eh alles besser – hätten die Paare in trauter Monogamie gelebt, der irrt. Vielweiberei bei Männern gab es immer schon und auch die Damen der feinen Gesellschaft haben nichts anbrennen lassen. Also, alles wie jetzt auch, nur das sich die Polygamie durch alle Schichten zieht.

Mal ganz ehrlich, wer hat denn innerhalb einer Beziehung noch nie daran gedacht, wie nett es jetzt wäre, mit jemand anderem gewissen Momente zu genießen? Der Betrug beginnt im Kopf und nicht in der Hose. Diese kleinen, nicht ganz so monogamen Gedanken gönnen wir uns doch alle als Ausflug von der Realität, sozusagen ein kleiner, verruchter Miniurlaub.

In jungen Jahren – ich befand mich gerade in einer meiner Findungsphasen – führte ich eine „offene“ Beziehung. Gemeint war damit, gedanklich und im Herzen sind wir uns treu ergeben, die körperlichen Freuden werden aber auch gerne mit anderen geteilt. Getrennt voneinander, versteht sich von selbst. Dieses Experiment ist gescheitert – während er sehr offen den körperlichen Teil mit anderen Frauen genoss, wurde ich immer verschlossener, packte gedanklich die Mordinstrumente aus, wenn er mir von seinen Erlebnissen berichtete. Um es kurz zu machen – damals glaubte ich noch an die Monogamie und es war für mich die erstrebenswerteste Form aller Beziehungen.

Heute – 27 Findungsphasen später – sehe ich es anders. Im Kopf bin ich häufig untreu gewesen, habe lange, gerne und ausführlich über andere Männer nachgedacht. Körperlich, nun ja, einmal ist es mir passiert – ich habe fremd geknutscht. Es war aufregend und schön. Ein schlechtes Gewissen hatte ich nicht. Den Schritt weiter bin ich nicht gegangen, aber das lag eher an der Situation, in der ich mich befand. Wäre sie anders gewesen, es wäre weiter gegangen, da bin ich sicher.

Meiner Beziehung hat es nicht geschadet, im Gegenteil. Gefühlsmäßig bin ich zu 100% bei meinem Freund gewesen, eine Trennung stand von meiner Seite aus nie zur Debatte. Nach meinem kleinen Ausflug habe ich meine Beziehung deutlich mehr genossen und er – also mein Kerl – hat ohne es zu wissen von meinem Miniurlaub profitiert. Also alles gut.

Ich denke, man sollte einen Seitensprung nicht immer als das Ende des Vertrauens und der Beziehung werten. Manchmal ist die Polygamie der Aufbruch zu einer ganz neuen Stimmung innerhalb des eigenen Liebeslebens. Und mal ganz ehrlich – es schläft mit der Zeit doch eigentlich fast immer ein, oder? Sich zu trennen, nur weil der Partner mal mit der Sekretärin vom Chef auf der Betriebsfeier ein kleines Amore hatte, ist Blödsinn! Zusammen bleiben und sich über ein kleines Geheimnis freuen – dann kickt es auch wieder mit dem eigenen Partner.

Man mag jetzt denken, wie wertelos und unmoralisch ist so eine Einstellung – ich aber sage, ist es nicht viel unmoralischer und auch verlogener, sich selbst zu belügen und betrügen? Beginnt die Treue nicht erstmal bei sich selbst? Liebe gibt es in vielerlei Form und man kann die Körperliche von der Geistigen trennen.

Juni 3, 2010

Das „Sandy Meyer-Wölden Prinzip“ oder Wie aus Nichts was wird

Filed under: People — Schlagwörter: , , , , , , , , , — styledarlings @ 1:04 pm

Sandy Meyer-Wölden und Oliver Pocher Fotocredit: Privat

Liest man die gängigen Boulevard-Magazine kommt man nicht umhin, sich so manches Mal zu fragen, warum nun eigentlich diese oder jene Person regelmäßig in den Veröffentlichungen erscheint. Und warum fragt man sich das? Richtig, weil man keine Ahnung hat, wer dieser Mensch eigentlich ist. Auffällig dabei ist, dass es sich zu 90% Prozent um Frauen handelt – die wie durch ein kleines Wunder an der Seite eines prominenten Mannes auftauchen.

Sandy Meyer-Wölden ist eine dieser Frauen. Oder hätten Sie mir vor drei Jahren eine Antwort auf die Frage „Kennen Sie die Designerin Sandy Meyer-Wölden?“ geben können? Models sind bekanntlich in aller Munde und es wird gerne über sie berichtet. Aber hätten Sie gewusst, dass das „Model“ Sandy Meyer-Wölden 2001 einmal das Cover der deutschen „Max“ zierte? Wohl kaum!

Die Gute würde eigentlich in der breiten Masse der belanglosen Menschen untergehen, wären da nicht die Männer an ihrer Seite! Bereits in jungen Jahren verliebte sie sich in den aufstrebenden Tennis-Spieler Thommy Haas. Die Beziehung hielt round about 8 Jahre. Nun ist Thommy Haas allerdings nie ein Kandidat für die bunten Hefte gewesen, auf angesagten Events tauchte er ohnehin nicht auf – und so haben wir in dieser Zeit wenig von Sandy gehört (das mit den bunten Heften konnte Thommy allerdings nicht verhindern, als er eine kurzzeitige Liaison mit It-Girl Guilia Siegel hatte – aber das ist eine andere Geschichte….)

Das – also das von Sandy hören – änderte sich schlagartig, als bekannt wurde, Tennis-Star Boris Becker liebe die junge Sandy Meyer-Wölden. Von da verging kaum ein Tag, an dem man nichts von ihr gelesen hätte. Sie ließ uns an ihrem Glück teilhaben, turtelte mit Begeisterung vor der Presse, wurde bekannt als DIE Designerin, Stars wie Lenny Kravitz trügen ihren Schmuck, ach ja und ein bekanntes Model sei sie auch, von der Stil-Ikone mal ganz abgesehen. Was waren wir erstaunt, als wir von der Verlobung des Paares hörten – böse ist, wer denkt, es handelte sich um einen PR Gag! Der Becker hat so etwas nicht nötig – aber vielleicht die Sandy? Wer weiß das schon so genau. Sie auf jeden Fall profitierte von ihrem prominenten Verlobten – kein Event mehr ohne Mademoiselle!

Kurz nach der Trennung von Becker – an der wir natürlich auch alle teilhaben durften – die Sensationsmeldung: Meyer-Wölden und Pocher sind DAS neue Liebespaar in Deutschland! Diese News wurde nur noch getoppt von der Blitzschwangerschaft des Paares. Und wieder tauchte Sandy in den Medien auf – schwärmte von Olli, gab tiefe Einblicke in ihre Seele und ihr Privatleben. Bedenkt man, dass Pocher selbst im Umgang mit der Presse sehr sparsam ist, wundert man sich verwundert, warum sie so viel berichtet.

In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung vom 09.07.2009 antwortet Sandy auf die Feststellung, sie wolle ja gerne in der Öffentlichkeit stehen, dass dieses überhaupt nicht so sei. Ihr Beruf würde die Öffentlichkeit teilweise erfordern und sie trenne berufliches von privatem. Da stellt sich die Frage, von welchem Beruf sie eigentlich redet! Model? Schmuckdesignerin? Oder der Beruf der „unbekannten Frau, die gerne durch ihre prominenten Begleiter ins Rampenlicht rückt“? Wir erinnern uns, bis vor nicht allzu langer Zeit wusste niemand, wer Sandy Meyer-Wölden eigentlich ist!

Auf die Frage der SZ Zitat: „Wenn Sie Becker geheiratet hätten, hätte er Sie dann multimedial ähnlich gut vermarktet wie seine neue Frau?“ antwortet Frau Meyer-Wölden Zitat: „Es ist uns was angeboten worden. Ich war damals extrem dagegen. Wieso sollte ich bei dem privatesten Moment meines Lebens die Öffentlichkeit dabeihaben wollen?“. Diese Zurückhaltung ist sehr lobenswert, aber stimmt sie tatsächlich? Bisher gibt es kaum etwas, was aus der Pocher-Meyer-Wölden Beziehung nicht bekannt ist. Dank Sandy wissen wir jetzt alle, dass Olli auch Windeln wechseln kann, sie sich die Nachtschichten teilen, er überhaupt ein ganz wunderbarer Vater etc.pp. ist.

Und trotzdem – bei all der öffentlichen Präsenz, die Sandy Meyer-Wölden zeigt – wer ist sie eigentlich? Aus unserer Sicht wird sie in die Geschichte als eine der vielen Frauen ohne herausragende Talente an der Seite eines prominenten Mannes eingehen. Wie ihre prominenten Schwestern im Geiste: z.B. Barbara Becker, Verena Kerth, Shermine Sharivar oder auch Viktoria Lauterbach, um nur einige zu nennen.

Also dann: Welcome to the Club, Sandy.

Sandy Meyer-Wölden und Boris Becker Fotocredit: Most Wanted Pictures

Sandy Meyer-Wölden Fotocredit: Privat

Juni 1, 2010

Mr. Right aus dem WorldWideWeb Teil 3: Das Gebiss

Im Laufe der Jahre verändert Frau ihre Ansichten und Ansprüche – so auch ich. War mir mit Anfang 20 wichtig, dass ein Mann unbedingt lange Haare haben muß, die vorzugsweise mit Pfirsichshampoo von Guhl gewaschen wurden, so ist mir die Haarpracht heute egal. Auch Glatzen sind sexy. Ok – was ich nicht leiden kann, sind ausgehende Haare, die zum kaschieren von Geheimratsecken von links nach rechts gekämmt werden. Oder lange Haare hinten und vorne Hubschrauberlandeplatz. Das ist unsexy.

Genauso wichtig war mir früher, dass der Mann meines Herzens die 190 cm überschritten hat. Ich liebe es einfach raufschauen zu können um mich ganz klein und zart zu fühlen. Zart komme ich mir sonst nämlich nie vor, schon eher ziemlich handfest. Heute kann ich mit viel Gefühl auch einen 178 cm Mann toll finden – allerdings sollte er nicht unbedingt die Figur eines Röntgenblattes haben. Ist einfach nicht so anziehend, wenn man das Gefühl hat, sich selbst im Arm zu haben.

Damals fand ich es auch extrem klasse, wenn mein Herzmann ein total ausgeflippter Typ war. Ein Revoluzzer eben. Man haben die mein Herz erwärmt! An deren Seite sah ich mich Revolutionen anzetteln, sah mich angekettet an Gleisen liegen, Walfangschiffe kapern und ähnlich beeindruckendes. Und heute? Heute darf er gerne eine Runde spießiger sein. Ich bins mittlerweile nämlich auch. Wie käme ich dazu, mich an Gleise zu ketten? Da werden nur die Klamotten schmutzig, meine Wimperntusche verschmiert und der Friseurbesuch war umsonst. Protest kann man heutzutage auch mit weniger Körpereinsatz zeigen.

Und es gibt noch viele andere Dinge, die mir heute wichtig sind, die mir damals völlig egal waren. Aber eines hat sich nie verändert! Ich mag auch heute noch gepflegte Zähne! Dabei meine ich nicht kerzengerade Gebisse, die können auch ruhig schief sein, aber sie müssen frei von jahrelang unbehandeltem Karies sein, es sollen sich keine Gebirge von Zahnstein auf ihnen tummeln, keine dunkelbraunen Nikotin- und Kaffeeflecke sollen zu sehen sein.

Ich hatte mein erstes Onlinedate – und auch wenn ich noch schwer gerührt von der Rose war, die er mitbrachte – ja ich bin nämlich echt romantisch – als er den Mund aufmachte , war jeglicher Zauber verflogen! Ich habe keine Ahnung, wie lange man die Dentalhygiene gemieden haben muss, um solche Zahnsteingebirge auf den Beisserchen zu haben! Der schon fast schwarze, faulig aussehende Eckzahn hat wohl seit seinem Wachstum keinen Zahnarzt gesehen. Es war das Grauen pur und ich schwer ernüchtert.

Und wie sollte es anders sein? Der Herr war von mir schwer angetan und bei der Verabschiedung sah es verdächtig danach aus, dass er mich gerne küssen würde. Ich hatte spontanen Gefrierbrand auf dem Kopf und überlegte, wie ich aus der Situation ohne Würgereiz komme. Wie ein glitschiger Aal wandte ich mich in der Abschiedsumarmung und schlüpfte unter seinem Arm weg. Ich wusste gar nicht, dass ich so gelenkig bin.

Fazit: Nächstes mal lasse ich mir ein Foto von den Zähnen schicken!

Mai 14, 2010

Mr. Right aus dem WorldWideWeb Teil 2

Filed under: Lifestyle — Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , — styledarlings @ 8:09 pm

In den gängigen Frauenzeitschriften wird Singlefrauen geraten, selbst die Initiative zu ergreifen – die Zeiten, in denen der Prinz auf dem weißen Pferd in Gestalt des Postboten oder Klempners an der Tür klingelt, sindschließlich vorbei. Während von der Suche am Arbeitsplatz dringend abgeraten wird, werden die Singlebörsen im Internet wärmstens empfohlen.

Nun stelle ich allerdings fest, die Singlebörsen können auch locker in Affairenbörsen umbenannt werden – verheiratete und liierte Männer in Hülle und Fülle! Da denke ich unter vielen, vielen Gleichgesinnten zu sein und dann das – sehr ernüchternd!

Diese Herren geben ihren liierten Status schamlos an und runden ihr Profil mit der Angabe „Flirt oder Abenteuer gesucht“ ab. So weiß Singlefrau wenigstens gleich, woran sie ist. In meiner Phantasie sitzt das Abenteuer am Heiligen Abend alleine unter dem Tannenbaum, betrachtet wehmütig sein Foto – und er? Steht aufgerüscht, liebevoll lächelnd mit einem von Douglas verpacktem Päckchen unterm Christbaum und prostet der angetrauten Liebsten mit Champagner zu. Und sie? Hat keine Ahnung, dass er, als er tagsüber behauptete noch etwas besorgen zu müssen,  ein Schäferstündchen mit seinem Abenteuer gehalten hat.

Ach so – zur Ehrenrettung der liierten Fraktion sei gesagt, sie sind zumindest so zartfühlend, dass sie sich nicht mit Fotos in der Öffentlichkeit präsentieren. Wobei ich nicht glaube, dass sie damit ihre Frauen oder Freundinnen schützen möchten, es geht dabei wohl eher um reinen Egoismus.

Was machen diese gebundenen Herrschaften auf diese Plattformen? Interessiert wie ich nun mal bin, frage ich das bei den Jungs sehr direkt und gezielt nach. Die Antworten sind fast immer identisch – die Ehe/Beziehung ist langweilig geworden, es wurde gerade ein Kind geboren und Frau hat keine Lust, man(n) benötigt einen neue Kick. Ehrlich gesagt – bei jeder dieser fadenscheinigen Erklärung überkommt mich ein übler Würgereiz!

Aber, aber – wieder zur Ehrenrettung – sie versichern alle, ihre Frauen natürlich zu lieben, sie nie verlassen zu wollen. Mensch, da kann ich als Singlefrau mit ernsthaften Absichten ja wirklich beruhigt sein – ich weiß schon vorher, ich werde Single bleiben. Wenn das nichts ist.

Habe ich schon erwähnt, dass man in Singleportalen auch Fragebögen ausfüllen muss? Nicht? OK – muss man bzw. kann man, um einem potentiellen Interessenten sein Inneres näher zur bringen. Eine Frage lautet unter anderem „Was halten sie von Treue?“ – und was antwortet die Liiertenfraktion? Natürlich ganz souverän „Treue in einer Beziehung ist wichtig, ansonsten braucht man keine Beziehung“ – ah ja, so ist das also. Hmm da frage ich mich doch, warum sie…nein lassen wir das.

Fazit: Wer bitte will denn so einen Mann haben? Wenn schon die eigenen Frauen getrennte Schlafzimmer bevorzugen?

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