Styledarlings's Blog

Juli 20, 2010

Joana Zimmer „Ich strebe nach Wahrhaftigkeit“

Filed under: People — Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , — styledarlings @ 10:44 am

Joana Zimmer, Jahrgang 1982, ist Sängerin und lebt in Berlin und New York. Bereits mit 15 Jahren trat sie in Berliner Jazzclubs und Hotellobbys auf, nahm von ihrem gesparten Geld ein Demotape auf und bekam schließlich einen Plattenvertrag bei Universal Music. Ihr Song "I Believe (Give A Little Bit)" von ihrem Debüt-Album "My Innermost" kam 2005 auf Platz 2 der Charts. Nach "The Voice In Me" (2006) und "Showtime" (2008) erschien im Juni 2010 das vierte Studioalbum: "Miss JZ". Joana Zimmer ist von Geburt an blind.

Hut ab vor ihrem Mumm. Eine Stadt wie New York kann auch sehenden Auges schon eine Herausforderung sein. „Ich finde mich da blind zurecht“, ist im Falle von Joana Zimmer mehr als ein Kalauer – es ist die Wahrheit. Die 27-Jährige blinde Sängerin hat die letzten zwei Jahre im „Big Apple“ an ihrem neuen Album gearbeitet. „Miss JZ“ ist das Ergebnis einer Metamorphose, an deren Ende „die Musik steht, die das ist, was ich immer machen wollte“, so Zimmer.

Angefangen hat das Energiebündel als 15-Jährige in Berliner Jazzclubs und Hotellobbys, ihr erstes Demoband produzierte sie in Eigenregie von ihrem Ersparten. Heute, vier Alben später, kann sie sich praktisch aussuchen, mit wem sie arbeiten will. Im Falle von „Miss JZ“ waren es Nicholas R. Wright, ein junger New Yorker Produzent aus dem Team um Toby Gad (Beyonce: „If I was a boy“, Fergie: „Big girls don’t cry“) und Quennel „Q“ Worthy, einer der derzeit angesagtesten jungen US-Produzenten mit Studio direkt an der 5th Avenue. „Es ist sehr wichtig, mit wem Du Deine Songs produzierst“, so Zimmer, „denn jeder hat seinen eigenen Groove, seinen eigenen Stil. Da ich unsere Zeit, das Hier und Jetzt, sehr mag, wollte ich das auch unbedingt in den Songs gespiegelt haben. Ich glaube, darum gefallen mir „Till you’re gonne“ und „Move ya body“ auch so besonders gut.“ Vom Jazz über die Klassik bis zum Rap – die Wahl-Berlinerin und Wahl-New Yorkerin hat einen weiten Weg zurückgelegt. Und nicht nur musikalisch.

„Natürlich ist es für mich mit meinem Handicap eine spezielle Herausforderung, in New York zu leben“, so Zimmer, „aber erstens bin ich ja nicht allein. Und zweitens hab’ ich meinen Tagesablauf gut strukturiert. Das gibt mir Sicherheit“. Eine Sicherheit, die bei ihr zur Unabhängigkeit führt: „Klar, bin ich auch auf Hilfe angewiesen“, so Zimmer, „wenn ich zum Beispiel in Berlin zur Fashionweek gehe, dann muss mir mein Manager erklären, was da an Mode gezeigt wird. Aber ich weiß was mir steht – und wo ich  dann hinterher einkaufen muss“. Ähnlich ist es mit den Farben: „Ich steh’ auf Farben.  Pink ist meine derzeitige Lieblingsfarbe. Damit ich sie mir vorstellen kann, verbinde ich „Pink“ zum Beispiel mit Himbeeren. Erdbeerrot mit Erdbeeren und das sieht anders aus als Kirschrot. Himmelblau stelle ich mir anders vor als Stahlblau.“ Gern darf es auch mal bunt sein: „Vor allem im Sommer. Ich liebe es, sexy Kleider zu tragen. Am besten mit dem Bikini gleich drunter, damit man möglichst gleich zum Baden gehen kann.“

Ein Luxus, der der passionierten Sportlerin an Berlin sehr viel besser gefällt als an New York: „Berlin ist so herrlich grün. Und – auch wenn sich das jetzt für die größte Stadt Deutschland ein bisschen absurd anhört – ich kann mich hier immer so wunderbar von New York erholen.“ Freunde treffen, abhängen, ausspannen. „Mein Tagesablauf hier ist dann auch ganz anders als drüben“, so Zimmer, „ich geh’ zum Sport, hör’ mir ein gutes Buch an oder treffe mich mit Freundinnen, fahre ins Grüne oder zum Baden. So Zeug halt“.

Ihre Mädels, das sind alles Freundinnen, die sie schon lange kennt: „Bis auf eine hat auch keine etwas mit Musik zu tun“, so Zimmer, „und das ist dann auch mal ganz schön.“

In New York ist der Tag anders geregelt: Morgens nach dem Aufstehen geht’s erst einmal zum Sport. „Das Sportstudio ist nur drei Minuten von meiner Wohnung in Brooklyn entfernt“, so Zimmer. Danach gibt’s Frühstück: Straußenburger, oder auch schon mal Steak und Eier. „Die Tage im Studio sind wahnsinnig anstrengend, da brauche ich jede Menge Energie“. Und eben auch ein reichhaltiges Frühstück. „Wenn ich abends nach Hause kam, bin ich meist tot ins Bett gefallen“, so Zimmer, „aber sehr oft war ich dann auch schon um vier Uhr morgens wieder wach, weil ich so unendlich viel kreative Energie in mir hatte. Das musste dann einfach raus“. Also hingesetzt und Liedtexte aufgeschrieben. „Damit bin ich dann am nächsten Morgen ins Studio gerannt und hab den Jungs meine Idee vorgestellt“. Alles in allem ein Riesenspaß. Und ein hochkreativer Prozess, der die hübsche Blondine immer weiter vorantreibt: „Ich war vor kurzem auf einem Konzert von Stevie Wonder. Der Mann hat mich umgehauen. Diese Souveränität, dieses Dasein. Ich hab’ das alles aufgesogen wie ein Schwamm. Allein an diesem einen Abend habe ich unendlich viel von ihm gelernt.“ Überhaupt: „Lerne von den Besten“ könnte auch ein Motto von Joana Zimmer sein. „Fürs Barbra Streisand-Konzert bin ich extra nach New York geflogen“, erzählt die Sängerin, „und da habe ich geheult wie ein Schlosshund. Die Frau ist nicht nur begnadet. Sie ist wahrhaftig. Und genau danach strebe ich auch: nach Wahrhaftigkeit.“ Und einer Weltkarriere. Aber da ist „Miss JZ“ ja wohl auch auf dem richtigen Weg.

Juni 18, 2010

Excl. Schauspielerin Chiara Schoras: Ein Hoch auf unsere deutschen Jungs

Filed under: People — Schlagwörter: , , , , , , , , , , — styledarlings @ 7:41 am
Schauspielerin Chiara Schoras

Schauspielerin Chiara Schoras

Als Tochter einer Italienerin und eines Deutschen schlagen zur WM irgendwie immer zwei Herzen in ihrer Brust – doch als bekennender Fußballfan steht Chiara Schoras diesmal auf der Seite von Jogis Jungs. Mit den Styledarlings spricht die Schauspielerin außerdem über ihre Rolle als TV-Kommissarin Leonie Bongartz in dem Serien-Highlight „Countdown“, den Ruf nach Hollywood – und wie sie als alleinerziehende Mutter Job und Privatleben unter einen Hut bringt.

1. Hand aufs Herz Chiara: Guckst Du die WM? Und, wenn ja, wen feuerst Du an?

Bei der WM gucke ich natürlich Fußball!!! Mein Herz hat früher immer heimlich für die Italiener geschlagen, aber mittlerweile nervt mich ihre Art von Fußball auch. Also ein Hoch auf unsere deutschen Jungs!!!

2. Na, wie gut, dass „Countdown“ gerade Pause macht – obwohl Eure Quoten in der 1. Staffel ja fantastisch waren und eine Fortsetzung geplant ist. Was macht euren Erfolg in deinen Augen aus?

Die Mischung macht´s! Countdown ist neu, frisch und sexy –  und räumt mit dem gängigen Mief in klassischen Fernsehkommissariaten auf. Dazu kommt noch die permanente Spannung zwischen Brenner und Leo, da liegt was in der Luft, es knistert. Außerdem machen unsere Figuren nicht alles immer richtig, sie sind nicht perfekt, haben ihre Macken und Fehler. Das sorgt noch zusätzlich für Zündstoff. Und ich glaube, das kommt auch beim Zuschauer an.

3. Bisher kannte man dich eher aus Spiel- und Kinofilmen. Was hat Dich dazu bewogen, die Hauptrolle in „Countdown“ anzunehmen? Einige Deiner Kollegen haben bei Serien ja erhebliche Bedenken…

Eigentlich hatte ich keine Bedenken, einfach weil ich große Lust auf das Projekt hatte. Wenn das Drehbuch stimmt, die Rolle interessant ist, die Kollegen super sind, sollte man nicht lange darüber nachdenken. Es kommt auf das Arbeiten an, und wenn das stimmt, erfüllt es mich.

4. In Deutschland entsteht der Eindruck, Kino – und Spielfilmschauspieler seien die besseren Darsteller. In den USA ist es anders. Woran mag das liegen?

Das sehe ich nicht so. In Deutschland ist es nur leider so, das man die guten Schauspieler, die in Serien mitspielen, seltener fürs Kino besetzt. Das ist in Amerika eben anders, da hat ein guter Schauspieler die Möglichkeit mehrgleisig zu fahren.

5. Träumst du von einer Rolle in Hollywood?

Na klar, welcher Schauspieler tut das nicht? Ich hatte ja das große Glück mit Peter Bogdanovich zu drehen und das war wirklich eine sehr schöne Erfahrung.

Die Amis lieben halt das, was sie tun und zelebrieren es auch. In den deutschen Projekten fehlt mir manchmal so´ne Euphorie.

6. Du spielst in „Countdown“ die Rolle der „Leonie Bongartz“, eine sehr ehrgeizige und schlagfertige junge Frau. Wie viel „Leo“ steckt in dir?

In jeder Rolle, die ich spiele, steckt auch etwas von mir. Nur den schlechten Musikgeschmack von Leo teile ich nicht mit ihr 😉

7. Als alleinerziehende Mutter hat man es häufig schwer, Kind und Job unter einen Hut zu bringen. Wie schaffst du das?

Das ist alles eine Frage der Organisation. Aber wenn ich für längere Zeit weg muss, und meine Tochter nicht mitkommen kann, bleibt sie bei ihrem Vater und dann heißt es, viel hin und her fliegen. Ich versuche jede freie Minute mit meiner Kleinen zu verbringen. Wir sind einfach ein Superteam!

8. Wie findet es deine Tochter, dass du als TV Kommissarin über den Bildschirm flimmerst?

Das findet sie auf dieses Projekt bezogen besonders gut, da sie viel Zeit am Set mit mir verbracht hat und ne richtig tolle Zeit hatte. Sie kann es kaum erwarten, das es weitergeht.

9. Du selbst kommst aus einer künstlerischen Familie, zeigt die Kleine auch schon erste Ambitionen?

Sie liebt Musik, tanzt gerne und spielt Theater. Ist also auf dem besten Weg….

😉

10. Und zum guten Schluss noch die Styledarlings-Mädchenfrage: Was braucht Frau diesen Sommer – sofern er noch kommen mag – unbedingt in Schrank und Bad?

Ich habe mir vor kurzem den Lippenstift Rouge Allure mit dem passenden Nagellack von Chanel geholt und hab ihn eigentlich immer mit dabei. Man kann ihn einfach zu allem kombinieren. Ein Pinkton, der eine Frische ins Gesicht zaubert.

Im Schrank sollten diesen Sommer viele bunte Farben sein. Nach diesem langen Winter muss es jetzt endlich knallen!

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: