Styledarlings's Blog

September 16, 2011

Wer will da nicht Hausfrau sein?

Küchen-Designerin Ulrike Krages bekochte die Gäste mit frischen Eiergerichten in der Manufakturküche von UK4 Credit: Abi Schmidt

 

Jeder kennt es – man ist auf einer Party und alle Gäste sammeln sich in der Küche, egal wie gross oder klein diese auch sein mag. Warum das so ist, wissen wir auch nicht so genau, aber Designerin Ulrike Krages hat sich Gedanken zu diesem Phänomen gemacht und Küchen entworfen, die man sofort bestellen möchte.

Wenn man es sich genau überlegt, gibt es keinen Raum, der die Persönlichkeit eines Menschen besser widerspiegelt als die Küche. „Warum also den Charakter dann nicht zeigen?“, fragten sich Ulrike Krages und ihr Team, als sie mit der Arbeit für das neue Manufakturkonzept von UK4 Küchen begannen.

„Für uns steht der Kunde als Individuum absolut im Vordergrund“, beschreibt Ulrike Krages die Herangehensweise, „wir folgen nicht dem Trend der Küchenwelten sondern  bauen die Küche sozusagen um den Benutzer  herum.“ Das Ergebnis ist in seiner Individualität und Vielfältigkeit einzigartig: „Vorlieben und Leidenschaften des Auftraggebers sind die Inspiration für unsere Arbeit“, erklärt die Geschäftsführerin der UK-Gruppe die Arbeit ihres Teams, „wir geben gleichsam dem Charakter des Menschen eine Optik.“

Das Ergebnis sind Küchen-Unikate, wie man sie wohl nicht noch einmal findet. „Der eine Kunde sammelt vielleicht alte Teller, der zweite alte Schallplatten, der dritte ist begeisterter Whiskytrinker“, so Krages. Leidenschaften werden als Material mit verwendet, durch die gewollten „Brüche“ wird die Küche zum Lebensraum.

Möglich machen dieses Konzept – neben einem guten Schuss Kreativität – die ungewöhnlichen Materialien: Rochenhautleder und Antikglas, Kalkspachtelungen mit Metallüberguss, Hochglanzlacke in allen Farben, Eisenrahmen, uralte verwitterte Hölzer und Sterling-Silber-Arbeitsplatten.

Ein von aussen verspiegelter Küchenschrank der Extra-Klasse Credit: Abi Schmidt

„Unsere Küchen werden von versierten Küchentischlern gefertigt und speziell an die Wünsche der Kunden angepasst“, so Jan Kratzin, Geschäftsführer UK 4 Küchen. Außerdem basieren die Küchen nicht auf einem standardisierten Raster, wie es dem Wettbewerb vornehmlich zugrunde liegt, sondern passen sich den räumlichen Gegebenheiten individuell an. Von der geräumigen Wohnküche bis hin zum funktionalen Business-Apartment mit kitchenbox; Nischeneinbausituationen werden ebenso problemlos gelöst wie freistehende Küchenblöcke und klassische Schrankmodule.

Für uns sind diese Küchen der Inbegriff einer Wohnküche – ein Raum, in dem man sich gerne aufhält, sich austauscht und einfach wohl fühlt. Ein Wohnzimmer wird – fast – überflüssig.

In einem edlen Küchenblock integriertes Waschbecken, welche durch verschieben der Arbeitsplatte verdeckt werden kann Credit: Abi Schmidt

Juni 11, 2010

Mr. Right aus dem World Wide Web: Katzenbesitzer

Filed under: Lifestyle — Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , — styledarlings @ 9:53 am

Mal wieder ein paar Erkenntnisse von der Datingfront auf der Suche nach Mr. Right.

In einem Anfall von Wahnsinn – oder Fieber – habe ich mich wieder zu einem Date überreden lassen.  Ich muss gestehen, ich habe mich auch nicht sonderlich gesträubt – der Herr sah auf seinen Bildern aber auch zu lecker aus – und Witz hatte er auch.

Optisch wie ein Schneemann anmutend erschien ich zum Date. Also rund durch Klamotten, nicht das hier falsche Eindrücke entstehen! Wir trafen uns am frühen Abend an einer Draussenlocation- trotz kühlem und nassem Wetter. Ich liebe es, die Wetterfestigkeit eines Herren zu testen – ich habe schliesslich Hunde. Wetterweicheier kommen somit also nicht in Frage.

Tja und da stand er nun – und wenn er sich nicht zu erkennen gegeben hätte, ich hätte ihn nicht erkannt. Der tolle und trendige Haarschnitt auf den Bildern war einem Männer-Weltweit-Einheitshaarschnitt gewichen, der Klamottenstil war nur noch halb so stylisch wie auf den Fotos. Und dann war da noch diese lasche Körperhaltung mit runden nach vorne fallenden Schultern – konnte man auf den Bildern wirklich nicht sehen. Und die Figur war eher so, dass ich dachte, wenn ich den in die Arme nehmen müsste, hätte ich wohl das Gefühl, mich selbst zu umarmen.

Nun gut, alles Äusserlichkeiten, kommen wir zum Wesentlichen – die inneren Werte. Grundsätzlich nicht unnett, wenn er mich denn wenigstens im Gespräch auch mal angeschaut hätte. Der junge Mann hat immer links oder rechts an mir vorbeigeschaut – so dass ich mich schon genötigt sah, mich umzudrehen, um zu sehen, was denn tolles hinter mir stattfindet. Da war nur nichts. Hmm vielleicht schielt er? Als Frau versucht man ja Erklärungen zu finden.

Kennt man sich nicht, hat man ja noch eine Menge Gesprächsstoff bzw. kann man noch viele Basics abfragen. Laut Onlineangabe hatte er einen coolen Job. Jobs sind ja nicht sooo unwichtig also fragte ich danach. Raus kam, dass er schon seit geraumer Zeit ein 1 Euro Jobber ist.  Kann man ja heutzutage nicht immer was für, aber als er mir dann so von seinen Jobs und von seiner insgesamten Arbeitseinstellung berichtete, bekam ich das grosse Stirnrunzeln! Wie jetzt? Mit der Einstellung findet er niemals einen Job und so Pappnasen wie ich finanzieren den Spass auch noch. Bevor ich meinem Unmut sehr undamenhaft Luft machen konnte, wechselten wir das Thema.

Und kamen auf sein Haustier zu sprechen: Eine Katze! Katze??!! Ich habe Hunde! Und wenn ich schon immer gefunden habe, dass Frauen mit Katzen häufig merkwürdig sind, so kann ich nun sagen, Männer mit Katzen sind um einiges merkwürdiger! Er kam aus den Lobeshymnen gar nicht mehr raus, wie entzückend sie sei, wie hübsch sie sei, wie schmusig sie sei -irgendwann dachte ich mir, der spricht doch von einer Frau und nicht von einer Katze! Aber ne – gemeint war tatsächlich das Tier.

In meiner Phantasie konnte ich mir genau vorstellen, wie er mit seiner Katze lebt. Da konkurriert man als Frau mit dem Haustier!

Fazit: Nie wieder einen Mann mit Katze daten! So einer verlangt bestimmt, dass man in gewissen Momenten wie ein Kätzchen faucht oder schnurrt – so zur Stimmulation oder so. Gruselige Vorstellung!!!! Langsam vergeht mir die Lust auf Onlinedating!

Juni 3, 2010

Das „Sandy Meyer-Wölden Prinzip“ oder Wie aus Nichts was wird

Filed under: People — Schlagwörter: , , , , , , , , , — styledarlings @ 1:04 pm

Sandy Meyer-Wölden und Oliver Pocher Fotocredit: Privat

Liest man die gängigen Boulevard-Magazine kommt man nicht umhin, sich so manches Mal zu fragen, warum nun eigentlich diese oder jene Person regelmäßig in den Veröffentlichungen erscheint. Und warum fragt man sich das? Richtig, weil man keine Ahnung hat, wer dieser Mensch eigentlich ist. Auffällig dabei ist, dass es sich zu 90% Prozent um Frauen handelt – die wie durch ein kleines Wunder an der Seite eines prominenten Mannes auftauchen.

Sandy Meyer-Wölden ist eine dieser Frauen. Oder hätten Sie mir vor drei Jahren eine Antwort auf die Frage „Kennen Sie die Designerin Sandy Meyer-Wölden?“ geben können? Models sind bekanntlich in aller Munde und es wird gerne über sie berichtet. Aber hätten Sie gewusst, dass das „Model“ Sandy Meyer-Wölden 2001 einmal das Cover der deutschen „Max“ zierte? Wohl kaum!

Die Gute würde eigentlich in der breiten Masse der belanglosen Menschen untergehen, wären da nicht die Männer an ihrer Seite! Bereits in jungen Jahren verliebte sie sich in den aufstrebenden Tennis-Spieler Thommy Haas. Die Beziehung hielt round about 8 Jahre. Nun ist Thommy Haas allerdings nie ein Kandidat für die bunten Hefte gewesen, auf angesagten Events tauchte er ohnehin nicht auf – und so haben wir in dieser Zeit wenig von Sandy gehört (das mit den bunten Heften konnte Thommy allerdings nicht verhindern, als er eine kurzzeitige Liaison mit It-Girl Guilia Siegel hatte – aber das ist eine andere Geschichte….)

Das – also das von Sandy hören – änderte sich schlagartig, als bekannt wurde, Tennis-Star Boris Becker liebe die junge Sandy Meyer-Wölden. Von da verging kaum ein Tag, an dem man nichts von ihr gelesen hätte. Sie ließ uns an ihrem Glück teilhaben, turtelte mit Begeisterung vor der Presse, wurde bekannt als DIE Designerin, Stars wie Lenny Kravitz trügen ihren Schmuck, ach ja und ein bekanntes Model sei sie auch, von der Stil-Ikone mal ganz abgesehen. Was waren wir erstaunt, als wir von der Verlobung des Paares hörten – böse ist, wer denkt, es handelte sich um einen PR Gag! Der Becker hat so etwas nicht nötig – aber vielleicht die Sandy? Wer weiß das schon so genau. Sie auf jeden Fall profitierte von ihrem prominenten Verlobten – kein Event mehr ohne Mademoiselle!

Kurz nach der Trennung von Becker – an der wir natürlich auch alle teilhaben durften – die Sensationsmeldung: Meyer-Wölden und Pocher sind DAS neue Liebespaar in Deutschland! Diese News wurde nur noch getoppt von der Blitzschwangerschaft des Paares. Und wieder tauchte Sandy in den Medien auf – schwärmte von Olli, gab tiefe Einblicke in ihre Seele und ihr Privatleben. Bedenkt man, dass Pocher selbst im Umgang mit der Presse sehr sparsam ist, wundert man sich verwundert, warum sie so viel berichtet.

In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung vom 09.07.2009 antwortet Sandy auf die Feststellung, sie wolle ja gerne in der Öffentlichkeit stehen, dass dieses überhaupt nicht so sei. Ihr Beruf würde die Öffentlichkeit teilweise erfordern und sie trenne berufliches von privatem. Da stellt sich die Frage, von welchem Beruf sie eigentlich redet! Model? Schmuckdesignerin? Oder der Beruf der „unbekannten Frau, die gerne durch ihre prominenten Begleiter ins Rampenlicht rückt“? Wir erinnern uns, bis vor nicht allzu langer Zeit wusste niemand, wer Sandy Meyer-Wölden eigentlich ist!

Auf die Frage der SZ Zitat: „Wenn Sie Becker geheiratet hätten, hätte er Sie dann multimedial ähnlich gut vermarktet wie seine neue Frau?“ antwortet Frau Meyer-Wölden Zitat: „Es ist uns was angeboten worden. Ich war damals extrem dagegen. Wieso sollte ich bei dem privatesten Moment meines Lebens die Öffentlichkeit dabeihaben wollen?“. Diese Zurückhaltung ist sehr lobenswert, aber stimmt sie tatsächlich? Bisher gibt es kaum etwas, was aus der Pocher-Meyer-Wölden Beziehung nicht bekannt ist. Dank Sandy wissen wir jetzt alle, dass Olli auch Windeln wechseln kann, sie sich die Nachtschichten teilen, er überhaupt ein ganz wunderbarer Vater etc.pp. ist.

Und trotzdem – bei all der öffentlichen Präsenz, die Sandy Meyer-Wölden zeigt – wer ist sie eigentlich? Aus unserer Sicht wird sie in die Geschichte als eine der vielen Frauen ohne herausragende Talente an der Seite eines prominenten Mannes eingehen. Wie ihre prominenten Schwestern im Geiste: z.B. Barbara Becker, Verena Kerth, Shermine Sharivar oder auch Viktoria Lauterbach, um nur einige zu nennen.

Also dann: Welcome to the Club, Sandy.

Sandy Meyer-Wölden und Boris Becker Fotocredit: Most Wanted Pictures

Sandy Meyer-Wölden Fotocredit: Privat

Juni 1, 2010

Mr. Right aus dem WorldWideWeb Teil 3: Das Gebiss

Im Laufe der Jahre verändert Frau ihre Ansichten und Ansprüche – so auch ich. War mir mit Anfang 20 wichtig, dass ein Mann unbedingt lange Haare haben muß, die vorzugsweise mit Pfirsichshampoo von Guhl gewaschen wurden, so ist mir die Haarpracht heute egal. Auch Glatzen sind sexy. Ok – was ich nicht leiden kann, sind ausgehende Haare, die zum kaschieren von Geheimratsecken von links nach rechts gekämmt werden. Oder lange Haare hinten und vorne Hubschrauberlandeplatz. Das ist unsexy.

Genauso wichtig war mir früher, dass der Mann meines Herzens die 190 cm überschritten hat. Ich liebe es einfach raufschauen zu können um mich ganz klein und zart zu fühlen. Zart komme ich mir sonst nämlich nie vor, schon eher ziemlich handfest. Heute kann ich mit viel Gefühl auch einen 178 cm Mann toll finden – allerdings sollte er nicht unbedingt die Figur eines Röntgenblattes haben. Ist einfach nicht so anziehend, wenn man das Gefühl hat, sich selbst im Arm zu haben.

Damals fand ich es auch extrem klasse, wenn mein Herzmann ein total ausgeflippter Typ war. Ein Revoluzzer eben. Man haben die mein Herz erwärmt! An deren Seite sah ich mich Revolutionen anzetteln, sah mich angekettet an Gleisen liegen, Walfangschiffe kapern und ähnlich beeindruckendes. Und heute? Heute darf er gerne eine Runde spießiger sein. Ich bins mittlerweile nämlich auch. Wie käme ich dazu, mich an Gleise zu ketten? Da werden nur die Klamotten schmutzig, meine Wimperntusche verschmiert und der Friseurbesuch war umsonst. Protest kann man heutzutage auch mit weniger Körpereinsatz zeigen.

Und es gibt noch viele andere Dinge, die mir heute wichtig sind, die mir damals völlig egal waren. Aber eines hat sich nie verändert! Ich mag auch heute noch gepflegte Zähne! Dabei meine ich nicht kerzengerade Gebisse, die können auch ruhig schief sein, aber sie müssen frei von jahrelang unbehandeltem Karies sein, es sollen sich keine Gebirge von Zahnstein auf ihnen tummeln, keine dunkelbraunen Nikotin- und Kaffeeflecke sollen zu sehen sein.

Ich hatte mein erstes Onlinedate – und auch wenn ich noch schwer gerührt von der Rose war, die er mitbrachte – ja ich bin nämlich echt romantisch – als er den Mund aufmachte , war jeglicher Zauber verflogen! Ich habe keine Ahnung, wie lange man die Dentalhygiene gemieden haben muss, um solche Zahnsteingebirge auf den Beisserchen zu haben! Der schon fast schwarze, faulig aussehende Eckzahn hat wohl seit seinem Wachstum keinen Zahnarzt gesehen. Es war das Grauen pur und ich schwer ernüchtert.

Und wie sollte es anders sein? Der Herr war von mir schwer angetan und bei der Verabschiedung sah es verdächtig danach aus, dass er mich gerne küssen würde. Ich hatte spontanen Gefrierbrand auf dem Kopf und überlegte, wie ich aus der Situation ohne Würgereiz komme. Wie ein glitschiger Aal wandte ich mich in der Abschiedsumarmung und schlüpfte unter seinem Arm weg. Ich wusste gar nicht, dass ich so gelenkig bin.

Fazit: Nächstes mal lasse ich mir ein Foto von den Zähnen schicken!

Mai 26, 2010

Cougars sind hipp und sexy!

Filed under: Lifestyle, People — Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , — styledarlings @ 1:29 pm

Sängerin Madonna mit Freund Jesus Luz Fotocredit: Most Wanted Pictures

Schauspielerin Demi Moore mit Ehemann Ashton Kutcher Fotocredit: Most Wanted Pictures

Schauspielerin Susan Sarandon mit Eheman Tim Robbins Fotocredit: Most Wanted Pictures

Was haben diese prominenten Damen und Herren gemeinsam außer ihrem Promistatus? Die Antwort ist so einfach wie manche Gemüter erregt und unangenehm berührt sind, wenn sie es hören: SIE ist deutlich älter als ER!

Man sollte meinen, wir leben in einem aufgeklärten Zeitalter – schließlich sind wir doch alle furchtbar emanzipiert. Oder etwas nicht??!! Die Emanzipation oder auch in Teilen die Toleranz scheint uns in Deutschland zumindest genau dann abhanden zu kommen, wenn in den Medien mal wieder über ein neues Promi-Paar berichtet wird, in dem die Dame den älteren Part übernimmt. Zuletzt geschehen nach dem Bekenntnis, Jessica Stockmann (Ex-Frau von Michael Stich) liebt den 25 jährigen Carmen Nebel Spross Gregor.

Schnell sind die selbsternannten Experten in Sachen Beziehungsführung mit wenig schmeichelhaften Wörtern wie „Toyboy“ dabei, der Liebe des ungleichen Paares werden wenig Chancen eingeräumt und überhaupt lesen sich die Artikel so, als würde Frau belächelt werden. Hinter vorgehaltener Hand wird wahrscheinlich von Weiblein wie Männlein gleichermaßen getuschelt, SIE hätten es wohl furchtbar nötig, sich einen jüngeren Kerl zu zulegen und müssen sich etwas beweisen. Wahrscheinlich hat sie eh Probleme mit dem Alt werden und versucht es mit einem jungen Lover zu kompensieren.

Ähnliches ist in Artikeln über ältere Herren mit jungen Frauen, manchmal sind es fast noch Mädchen, nicht zu lesen. Vielmehr wird seine Erfahrung und Reife bei gleichzeitig jung gebliebenem Gemüt in den Vordergrund gestellt. ER ist und bleibt halt der tolle Hecht und sie? Naja, steht irgendwie kuhäugig daneben und ist gesellschaftlich anerkannt.

Jetzt mal ehrlich – welches Bild von Frauen über 40 herrscht eigentlich in den Köpfen der breiten Masse? Offenbar sehen da immer noch viele ihre eigenen Mütter oder auch Großmütter in dem Alter, eine andere Erklärung finden zumindest  wir für die aufgeregten Geister nicht. Dabei ist übrigens auffällig, dass gerade Frauen besonders kritisch und mit vielen Vorbehalten ihre Geschlechtsgenossinnen beobachten.

Die „Cougars“, wie solche Frauen wenig schmeichelhaft im englischen genannt werden, sehen super aus, sind bestens in Schuss, halten sich nicht mehr mit den üblichen weiblichen Fragen wie „Bin ich zu dick?“ und sonstigen das Selbstbewusstsein schmälernden Fragen auf, sexuell sind sie eh auf dem Höhepunkt angelangt und finanziell sind sie unabhängig. „Cougars“ haben sich gefunden und leben ihr Leben so, wie es ihnen gefällt und nicht, wie es von anderen vorgegeben wird. Beweisen müssen diese Frauen schon lange nichts mehr.

Warum also soll sich eine Frau über 40 mit einem Mann in gleicher Altersgruppe oder älter aufhalten, wenn sie für jüngere Männer interessant ist? Männer über 40 dümpeln in der Midlife Crisis, sind weniger flexibel, dafür aber ungeheuer gemütlich geworden (Schatz, was gibt es heute Abend zu essen?“, sexuell sind sie schon seit den 30igern auf dem absteigenden Ast, Biergeschwüre sind nicht selten anzutreffen und Spontaneität will gut vorbereiten sein.  Mal ganz von dem Umstand abgesehen, dass die Auswahl an alleinstehenden Männern über 40 deutlich geringer ausfällt.

Jüngere Männer sind knackiger, unbekümmerter und häufig auch  unkonventioneller. Sie haben deutlich weniger Probleme, eine Frau als gleichberechtigte Partnerin anzusehen und Selbstbewusstsein und eine eigene erfolgreiche Karriere bei ihr lösen in ihnen keinen Weltschmerz aus. Na und sexuell sind sie noch in der Blüte und somit die passende Ergänzung für die Frau über 40.

Übrigens – laut Medienberichten ist es derzeit ein „Trend“, dass ältere Frauen jüngere Kerle haben. Dann sind Susan Sarandon und Tim Robbins anscheinend 23 Jahre lang ungewollt Trendsetter gewesen – denn so lange hielt ihre Ehe und das bei einem Altersunterschied von 12 Jahren! Also – alles nicht neu, nur mehr beachtet!

Schaut man sich an, wie lange oder kurz diese Beziehungen halten und vergleicht sie mit Paaren ohne nennenswerten Altersunterschied, kann man sagen: Wie überall auch, es steht 50:50 für ein gutes Gelingen.

Also, weg mit den Klischees im Kopf und einfach leben, lieben und geniessen – egal, wie alt der Partner ist!

Mai 14, 2010

Mr. Right aus dem WorldWideWeb Teil 2

Filed under: Lifestyle — Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , — styledarlings @ 8:09 pm

In den gängigen Frauenzeitschriften wird Singlefrauen geraten, selbst die Initiative zu ergreifen – die Zeiten, in denen der Prinz auf dem weißen Pferd in Gestalt des Postboten oder Klempners an der Tür klingelt, sindschließlich vorbei. Während von der Suche am Arbeitsplatz dringend abgeraten wird, werden die Singlebörsen im Internet wärmstens empfohlen.

Nun stelle ich allerdings fest, die Singlebörsen können auch locker in Affairenbörsen umbenannt werden – verheiratete und liierte Männer in Hülle und Fülle! Da denke ich unter vielen, vielen Gleichgesinnten zu sein und dann das – sehr ernüchternd!

Diese Herren geben ihren liierten Status schamlos an und runden ihr Profil mit der Angabe „Flirt oder Abenteuer gesucht“ ab. So weiß Singlefrau wenigstens gleich, woran sie ist. In meiner Phantasie sitzt das Abenteuer am Heiligen Abend alleine unter dem Tannenbaum, betrachtet wehmütig sein Foto – und er? Steht aufgerüscht, liebevoll lächelnd mit einem von Douglas verpacktem Päckchen unterm Christbaum und prostet der angetrauten Liebsten mit Champagner zu. Und sie? Hat keine Ahnung, dass er, als er tagsüber behauptete noch etwas besorgen zu müssen,  ein Schäferstündchen mit seinem Abenteuer gehalten hat.

Ach so – zur Ehrenrettung der liierten Fraktion sei gesagt, sie sind zumindest so zartfühlend, dass sie sich nicht mit Fotos in der Öffentlichkeit präsentieren. Wobei ich nicht glaube, dass sie damit ihre Frauen oder Freundinnen schützen möchten, es geht dabei wohl eher um reinen Egoismus.

Was machen diese gebundenen Herrschaften auf diese Plattformen? Interessiert wie ich nun mal bin, frage ich das bei den Jungs sehr direkt und gezielt nach. Die Antworten sind fast immer identisch – die Ehe/Beziehung ist langweilig geworden, es wurde gerade ein Kind geboren und Frau hat keine Lust, man(n) benötigt einen neue Kick. Ehrlich gesagt – bei jeder dieser fadenscheinigen Erklärung überkommt mich ein übler Würgereiz!

Aber, aber – wieder zur Ehrenrettung – sie versichern alle, ihre Frauen natürlich zu lieben, sie nie verlassen zu wollen. Mensch, da kann ich als Singlefrau mit ernsthaften Absichten ja wirklich beruhigt sein – ich weiß schon vorher, ich werde Single bleiben. Wenn das nichts ist.

Habe ich schon erwähnt, dass man in Singleportalen auch Fragebögen ausfüllen muss? Nicht? OK – muss man bzw. kann man, um einem potentiellen Interessenten sein Inneres näher zur bringen. Eine Frage lautet unter anderem „Was halten sie von Treue?“ – und was antwortet die Liiertenfraktion? Natürlich ganz souverän „Treue in einer Beziehung ist wichtig, ansonsten braucht man keine Beziehung“ – ah ja, so ist das also. Hmm da frage ich mich doch, warum sie…nein lassen wir das.

Fazit: Wer bitte will denn so einen Mann haben? Wenn schon die eigenen Frauen getrennte Schlafzimmer bevorzugen?

Mai 7, 2010

Mr. Right aus dem WorldWideWeb

Da Zufälle bekanntlich immer nur andere treffen, in meinem Supermarkt nur Rentner, Studenten und Paare rumlaufen, habe ich beschlossen, das Internet auf der Suche nach Mr. Right zu bemühen. Immerhin sollen diese Plattformen die größten Chancen bieten, wenn man den aktuellen TV-Spots von Parship, Elite, E-Darling etc. glauben schenkt.

Erst einmal die Qual der Wahl – welche der zahlreichen Singlecommunities soll ich auswählen? Ein Blick auf mein Konto sagt, auf jeden Fall eine ohne Gebühren. Möchte Frau kein Geld für die Suche ausgeben, reduziert sich die Angelegenheit schon auf ein Minimum. OK entschieden. Das Pseudonym ist schnell gefunden – vielleicht nicht so verheißungsvoll wie die der Konkurrentinnen ähm nein Mitbewerberinnen – die heißen “Sünde”, “FlotterFeger” und “Lovely”, aber doch auffällig. Auch hier gilt, Frau muss aus der breiten Masse hervorstechen.

Was schreibe ich jetzt also in mein Profil? “Liebevolle Anfangvierzigerin sucht Liebe fürs Leben“? Ne echt geht gar nicht! “Attraktive Sie sucht gutaussehenden Ihn für gemeinsame Aktivitäten”? Auch nicht, klingt nach Jogging- und Opernfreund. Hmmm was dann??!! “Glamouröse Großstadtpflanze sucht Mr. Big für ein Frühstück bei Tiffany” Oh weiha, das wiederum klingt wie eine Versorgersuche. Weg damit! Gut – ich schreibe jetzt einfach was mir vorschwebt und lasse einfließen, welche Dinge gar nicht gehen. Dazu ein paar nette Bildchen – das Auge isst schließlich mit – und fertig ist meine Onlinepräsentation.

Nun kann die aktive Suche also losgehen. Ich wühle mich durch die Bildergalerie, gebe Ausschlusskriterien an und warte gespannt, wer sich mir zeigt. Die ersten Profile mit Fotos tauchen auf – und oh Schreck! Gleich das erste Gesicht kommt mir bekannt vor – ich bin sicher, es ist mein Orthopäde. Schnell verlasse ich sein Profil, vor dem könnte ich nie wieder meinen Rücken frei machen, wenn er mich hier entdeckt hat. Aber immerhin hält die Werbung was sie verspricht, es sind Akademiker anwesend.

Weiter im Text äh ne Bild. Ich gestehe, ich klicke auf die Profile, bei denen ich meine, der Mann könnte gut aussehen. Allerdings hält sich meine Begeisterung schwer in Grenzen. Irgendwie haben viele etwas von Busfahrern oder Sparkassenangestellten. Einheitshaarschnitte – zeitlose Klamotten ohne Pepp und Pfiff. Igitt, und der hat sogar einen Schnauzer. Und ich dachte, den tragen heutzutage nur noch Saarländer und Tom Sellek Double.

Langsam tut sich etwas auf meinem Profil und auch die ersten Mails sind da. Neugierig öffne ich die Mails und schüttele nur verwundert den Kopf. Wie macht der das bloß? In nur 2 Sätzen von mittlerer Länge bereits 27 Fehler? Ich bin beeindruckt! Nächste Mail – und ich bekomme einen roten Kopf. Da wagt so ein 171cm Zwerg mir seine sexuellen Phantasien ungefragt mitzuteilen. Ja hallo, wo sind wir denn hier? Der erste Verheiratete ist auch eingetroffen und quakt mir seine Leidensgeschichte in die Post. Bin ich die Seelsorge?

Fazit der ersten Stunden auf einer Online-Dating-Plattform: Es ist schön ein Single zu sein!

In Kürze mehr aus der Welt des Cyber-Datings!

Bloggen auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: