Styledarlings's Blog

Dezember 14, 2010

Weihnachten mit: Silva Gonzalez

Sänger Silva Gonzales

Der Sänger, Schauspieler und Entertainer lebt mit seiner Freundin, dem Model Sarah Runge,  in Hamburg.

1. Mit wem feierst Du Weihnachten?

Ich feier schön auf dem Lande – im „Wendland“ bei Mutti und mit meinen beiden Schwestern.

2. Welches ist Deine liebste Tradition?

Nach Heiligabend noch mit alten Freunden im Pub zu feiern.

3. Was gibt’s zu Essen?

Heiligabend am liebsten Ente, am 1.Feiertag Grünkohl. Am 2. ist mir egal ich esse alles gerne…

4. Was wünschst Du Dir?

Viele alte Freunde zu treffen und zu besuchen, die auch mal wieder im Lande sind. Viel Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Vorm Kamin zu sitzen, Spiele zu spielen, schöne Filme zu gucken ect und viel Harmonie.

5. Worauf freust Du Dich am meisten?

Auf alles!! Feiern, chillen, essen, und alles maßlos!!

6. Was für Geschenke gibt es?

Wir schenken uns prinzipiell nur Kleinigkeiten, also keine großen materiellen Wertgegenstände. Selbstgebasteltes, Selbstgemaltes, aber natürlich auch mal was feines Gekauftes – meist Genuss-Geschenke…

Dezember 12, 2010

Weihnachten mit Schauspielerin Sanna Englund

Schauspielerin Sanna Englund

Schauspielerin Sanna Englund (Notruf Hafenkante) hat ein anstrengendes Jahr mit vielen Drehs hinter sich und freut sich nun auf ein paar freie Tag im Kreis ihrer Familie in Heidelberg.

Mit wem feierst Du Weihnachten?

Mit der ganzen Familie und jedem der dazu gehört!

Welches ist Deine liebste Tradition?

Wenn sich alle meine Liebsten immer treu einfinden wegen dem ganzen Weihnachtsding.

Was gibt’s zu Essen?

Ich wünsche mir Sauerbraten…

Was wünschst Du Dir?

…und keine Geschenke!

Worauf freust Du Dich am meisten?

Aufs Schenken und leuchtende Kinderaugen.

Was für Geschenke gibt es?

Wie immer dann doch viel zu viele…!

Dezember 6, 2010

Weihnachten mit: Nina Petri

Filed under: People — Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , — styledarlings @ 7:09 am

Schauspielerin Nina Petri freut sich auf ein ganz spezielles Christkind...

Die bekannte Schauspielerin und Sprecherin lebt mit ihren beiden Kindern in Hamburg.

Mit wem feierst Du Weihnachten?

Mit meinen Kindern

Welches ist Deine liebste Tradition?

Der Tannenbaum mit echten Kerzen – und dahinter einen Eimer mit Löschwasser…

Was gibt’s zu essen?

Am Heilig Abend gibt es roten Heringssalat, immer schon und das bleibt auch so! Und für den ersten Weihnachtsfeiertag machen wir drei uns dieses Jahr ein Menü, das wir noch besprechen müssen.

Was wünschst Du Dir?

Ich habe eigentlich gar keine konkreten materiellen Wünsche, ich lass mich überraschen ob’s was gibt.

Worauf freust Du Dich am meisten?

Am 2. Weihnachtsfeiertag gehen wir meine Schwester besuchen, die dann ihr zweites Kind bekommen hat – es wird unser Christkind sein

Was für Geschenke gibt es?

Das verrate ich nicht – aber es gibt sicherlich eine Wunschliste

Juni 23, 2010

Styledarling’s WM-Studio. Heute: Schauspielerin Nova Meierhenrich

Schauspielerin Nova Meierhenrich

Wir haben prominenten Fußballfans fünf Fragen gestellt – hier die Antworten von Schauspielerin und Moderatorin Nova Meierhenrich

Wo guckst Du die WM und mit wem?

Ich habe das große Glück dass endlich mal ein Spiel der Deutschen Mannschaft auf einen Tag fällt, an dem nicht nur ich in meiner Heimat bin, sondern auch meine liebsten Freunde. Von daher ganz klar dass wir alle zusammen schauen. Wo ist noch nicht zu 100% sicher… aber ich finde z.B. die SICHTBAR von Cosma Shiva Hagen am Fischmarkt ein tolles Fleckchen… Freunde, Hafen, ein (hoffentlich) gutes Spiel… was will man mehr?

Welche Mannschaft feuerst Du an?

Natürlich Deutschland!!! Was für eine Frage

Gibt’s so etwas wie ein „Must-Have“ zur WM, z.B. ein „Glücks-T-Shirt“ o.ä.?

Ich finde das wichtigste ist gute Laune und eine riesen Portion Optimismus – die muss immer ins Gepäck! Mein WM-Shirt aus 2006 zieh ich lieber nicht mehr an – das hab ich beim Halbfinale im Dortmunder Stadion getragen… na und wir wissen alle wie das geendet ist… Mal schauen was mein Kleiderschrank an Fußball Devotionalien so hergibt heute!

Dein Tipp?

Hmm…. Hauptsache wir gewinnen… Ghana war aber echt gut die letzten Spiele… ich wage mal 2:1 – für Deutschland natürlich!

Was machst Du, wenn Deutschland Weltmeister wird?

Hoffentlich sitze ich dann irgendwo wo ich das Spiel sehen kann!!!! Denn das Finale fällt eigentlich genau in Dreharbeiten… aber WENN wir ins Finale kommen, dann möchte ich den Regisseur sehen, der dann nicht den gesamten Drehplan umschmeißt. Und dann tanz ich auf dem Tisch 😉

Nova bei Facebook:

http://www.facebook.com/home.php#!/pages/Nova-Meierhenrich/86263249515?ref=ts

Juni 22, 2010

Styledarling’s WM-Studio. Heute: Schauspielerin Clelia Sarto

Schauspielerin Clelia Sarto

Wir haben prominenten Fußballfans fünf Fragen gestellt – hier die Antworten von Schauspielerin Clelia Sarto (Soko Köln)

  1. Wo guckst Du die WM und mit wem?
Meistens mit Freunden zusammen und wenn es sich einrichten läßt: Gerne mit Grillfleisch, Dosenbier und albernen Hüten auf dem Kopf…

  1. Welche Mannschaft feuerst Du an?
Bin bei jeder Meisterschaft in der absoluten Zwickmühle! Zum einen schlägt mein Herz natürlich für die „Azzurri“! Aber zum anderen wünsche ich mir total die Deutschen als verdiente Weltmeister zu sehen. In meiner Brust schlagen ganz klar zwei Herzen… Und sollte wieder die Situation kommen, wie 2006: Deutschland- Italien im Finale… Ich würde auf eine einsame Insel ohne Kabelanschluß ziehen!

  1. Gibt’s so etwas wie ein „Must-Have“ zur WM, z.B. ein „Glücks-T-Shirt“ o.ä.?
Nein, aber einen „Glückssatz“: Möge der Bessere gewinnen…

  1. Dein Tipp?
Deutschland- Argentinien im Finale…

  1. Was machst Du, wenn Deutschland Weltmeister wird?
Eine Vuvuzela kaufen…

Juni 14, 2010

Styledarling’s WM-Studio. Heute: Sanna Englund

Schauspielerin Sanna Englund

Wir haben prominenten Fußballfans fünf Fragen gestellt – hier die Antworten von Schauspielerin Sanna Englund ( Notruf Hafenkante )

1. Wo guckst Du die WM und mit wem?

Ich schätze mal die meisten Spiele werde ich mit meinem Drehteam an und um unseren Cateringbus schauen, da es für uns diesmal keine WM Drehpause gibt. Wenn ich frei habe, düse ich sofort nach Berlin und werde mit meinen Freunden die größten Leinwände in den schönsten Berliner Beachclubs belagern!


2. Welche Mannschaft feuerst Du an?

Unsere natürlich! Keine Frage – bis zum Schluss – denn wir werden Weltmeister!


3. Gibt’s so etwas wie ein „Must-Have“ zur WM, z.B. ein „Glücks-T-Shirt“ o.ä.?

Der WM Bikini! Das Wetter soll mitfiebern genauso wie bei der letzten WM vor 4 Jahren!!!


4. Dein Tipp?

Deutschland wird Weltmeister! Man muss positiv denken und an das Gute glauben 😉


5. Was machst Du, wenn Deutschland Weltmeister wird?

Feiern,feiern und feiern in Hamburg oder/und Berlin!!! :-)))

Mai 19, 2010

Miriam Pharo: Ein Leben im Jahre 2066

Filed under: Lifestyle, People — Schlagwörter: , , , , , , , , , , — styledarlings @ 2:25 pm
Autorin Miriam Pharo

Autorin Miriam Pharo

Miriam Pharo, 44, ist Schriftstellerin aus Leidenschaft und Berufung. Geboren im spanischen Cordorba, verbrachte sie die ersten Kindheitsjahre im französischem La Rochelle, um mit neun Jahren mit ihren Eltern nach Deutschland zu ziehen. Obwohl sie nicht in der schönsten aller Städte lebt, schlägt ihr Herz für Hamburg und so ist es kaum verwunderlich, dass die Zukunftsthriller der Autorin in der Hansestadt spielen bzw. vielmehr in der Stadt, die Hamburg im Jahre 2066 sein wird: Hanseapolis.

Am 29. Mai haben Fans des Genres Zukunftsthriller die Möglichkeit, die sympathische Miriam Pharo bei einer exklusiven Bunker-Lesung aus ihrem zweiten Buch „ Sektion 3 / Hanseapolis Schattenspiele“ live zu erleben.

Karten für € 10,-, unter via Mail lesung@spinnaker-events.de

Sektion 3 / Hanseapolis „Schlangenfutter“ und „Schattenspiele“ mutet schon sehr futuristisch an. Darunter steht „Zukunftsthriller“ – also eine Mischung aus Krimi und Science-Fiction. In welchem der Genres siehst du dich selbst am ehesten?
Ich sehe mich eher im Science-Fiction-Genre, weil es meine Fantasie anregt und unendlich viele Geschichten bereit hält. Mit meinen Romanen möchte ich auch Nicht-SF-Leser begeistern, vor allem Frauen. Das schönste Kompliment für mich ist, wenn eine Leserin schreibt: “Eigentlich lese ich keine SF, aber ich fand das Buch ganz toll!“ Science-Fiction-Leser sind tendenziell männlich. Viele Frauen schreckt neben dem Technik-Aspekt die düstere Atmosphäre ab. Zwischenmenschliches, psychologische Tiefe und große Emotionen findet man im SF-Genre eher selten. Leider. Vielmehr wird es von einer harten, gewalttätigen Realität beherrscht. Märchenhaftes hat da keinen Platz, im Gegensatz zu historischen Romanen oder Fantasy. Beim Schreiben versuche ich deshalb, nicht eindimensional zu sein, sondern Situationen sprachlich angemessen zu würdigen. Wenn eine bis zu den Zähnen bewaffnete Spezialeinheit zur Tat schreitet, geht es natürlich hart zur Sache. Wenn sich Elias, mein männlicher Protagonist, in seine Welt zurückzieht, wird es fast philosophisch, und wenn seine Partnerin Louann dem blutigen Alltag entrinnen will, steckt sie ihre Nase in einen historischen Roman. Das ist das Leben.

Die Geschichten spielen in der Megacity Hanseapolis – ein Zusammenschluss der alten Hansestädte Hamburg und Lübeck. Wie bist du auf den Gedanken gekommen, deine Geschichte in Norddeutschland spielen zu lassen?

Ich habe eine Zeitlang in Hamburg gelebt und fand, dass diese wunderschöne und faszinierende Stadt die ideale Kulisse für einen Zukunftsroman darstellt, der in Deutschland spielen sollte. Als mir klar wurde, wie riesig die Ausmaße einer Megacity im Jahr 2066 sein mussten, kam mir die Einsicht, dass diese bis nach Lübeck reichen könnte. Auch wenn in meinem Roman außer dem Holstentor, das unter einem schützenden Glassolitär steckt, nicht mehr viel von Lübeck übrig geblieben ist. Die Lübecker mögen es mir verzeihen. Das flache Land zwischen den beiden Hansestädten schien mir wie prädestiniert für die Bildung einer futuristischen Megacity.

Deine Hauptfiguren sind Louann Marino und Elias Kosloff, ein sehr unterschiedliches Ermittlerpaar. Sie sehr enthusiastisch, er ein wenig fragwürdig. Hattest du bei ihrer „Geburt“ jemanden bestimmtes im Kopf oder haben sie sich während des Schreibens zu Persönlichkeiten entwickelt?

Ich hatte bei meinen Hauptfiguren niemand bestimmtes im Sinn. Ich habe sie nicht kreiert, vielmehr haben sie sich mir nach und nach erschlossen. Ihre Persönlichkeiten setzten sich nur langsam zusammen, wie im realen Leben. Es gibt Autoren, die Psychogramme ihrer Figuren erstellen, inklusive einer ausführlichen Biographie, um sie dann entsprechend handeln zu lassen. Ich stelle mir das sehr schwierig vor, schließlich kann ich im normalen Leben auch nicht immer vorhersagen, wie Menschen reagieren werden, sogar wenn sie mir vertraut sind. Ich jedenfalls lasse mich lieber von meinen Figuren überraschen. Sie werden von Urbedürfnissen wie Angst, Liebe, Gier oder Ehrgeiz geleitet. Alles andere ergibt sich aus der Situation.

Was macht die Sektion 3 in deinen Augen so lesenswert?

Ein Leser schrieb einmal: „Es ist ein Thriller. Es ist Science-Fiction, aber es könnte auch morgen sein. Man wird in eine fremde Welt versetzt, die mysteriös, fremdartig, anders ist. Und trotzdem wirkt alles vertraut.“ Es ist deshalb lesenswert, weil es deutschsprachige Science-Fiction ist, die sich auch tatsächlich mit dem Schauplatz Deutschland beschäftigt. Leider unterwerfen sich viele Autoren der Konvention, jede erzählbare Zukunft müsse amerikanisch sein, wobei Europa und Asien höchstens Quotenanteile in Form von Nebenfiguren zugestanden werden. Abgesehen davon ist Sektion 3 / Hansepaolis sauspannend!

Bisher gibt es zwei Bücher aus der Reihe „Sektion 3 / Hanseapolis“. Sind weitere geplant? Schreibst du vielleicht schon an einem?

Meines Erachtens birgt die Thematik noch viele spannende Geschichten, denn auch wenn Hanseapolis im Mittelpunkt steht, bekommt man Einblicke, wie es in Europa, der Welt und sogar darüber hinaus zugeht. Zurzeit arbeite ich tatsächlich  an einem dritten Hanseapolis-Roman. Der vorläufige Titel lautet „Präludium“, kein zweigeteilter Roman dieses Mal, sondern eine eigenständige Story. Das Buch wird in 24 Kapitel aufgeteilt sein, nach den Präludien von Frédéric Chopin. Von der Grundstimmung leitet mich die Musik. Das 1. Kapitel ist thematisch lebhaft, das 2. getragen und eher „dumpf“, das 3. beginnt mit einem kurzen (flatternden) Rundflug über der Stadt, usw.

Du bist Werbetexterin und hast für verschiedene Agenturen und Unternehmen gearbeitet. Wie und wann entstand die Idee, ein Buch schreiben zu wollen?

Wie viele meiner Texterkollegen hatte auch ich den Traum, eines Tages ein Buch zu schreiben. Doch irgendwie war nie der richtige Moment. Der kam erst, als wir aus Hamburg wegzogen.

Ursprünglich ist der erste Roman als E-Book in Eigenregie gestartet. Haben Verlage dein damaliges Script abgelehnt? Wie waren die Resonanzen auf das E-Book?

Ehrlich gesagt habe ich keinen einzigen Verlag angeschrieben. Stattdessen habe ich meinen Roman als interaktives E-Book veröffentlicht und auch vertrieben. Mithilfe einer Hamburger Grafikerin gingen wir mit der PDF-Version meines Romans bis an die Grenzen der technischen Möglichkeiten. Wir haben Mouse-Over-Funktionen eingebaut, mit denen der Leser die Gedanken der Figuren bzw. Illus und futuristische Hintergrundinfos aktiv sichtbar machen konnte. Die Story sowie die interaktiven Gimmicks, die perfekt zum Science-Fiction-Genre passten, kamen bei den Lesern sehr gut an. So wurde letztlich auch mein jetziger Verlag auf mich aufmerksam.

Mit deinem Mann hast du eine zeitlang in Hamburg gelebt. Was hat dir hier besonders gefallen? Gab Hamburg den Ausschlag für die Romane?

Als wir 2006 aus beruflichen Gründen in den Süden zogen, war ich sehr betrübt. Zu der Zeit begann ich auch, meinen ersten Roman zu schreiben. Zu Anfang war die Sehnsucht sicherlich federführend. Es hat auch über drei Jahre gedauert, bis ich es übers Herz gebracht habe, Hamburg wieder zu besuchen. Für mich ist die Stadt eine der schönsten in Europa. Es war zwar Liebe auf den zweiten Blick, dafür aber richtig. Meine Romane sind eine Hommage an diese großartige Stadt, deren Schönheit oft verkannt wird, vor allem international. Das Flair, die Menschen, das Zusammenspiel von Alster und Elbe … das alles stellt für mich eine wunderbare Kulisse dar. Övelgönne und die Außenalster waren Plätze, die mich immer verzaubert haben. Ich bin in meinen Romanen nicht gerade zimperlich, trotzdem habe ich es nicht fertig gebracht, die Jugendstilvillen an der Außenalster platt zu machen. Im Jahr 2066 befindet sich hier ein Nobelbezirk, der mithilfe eines gigantischen Kraftfelds vor dem Moloch der Großstadt geschützt wird. Dafür ist die Binnenalster zu einem riesigen Teich im Herzen der Europapassage „verkommen“ und Övelgönne existiert schon lange nicht mehr. Das Planten un Blomen, eine weitere Oase der Muße, habe ich kurzerhand 700 Meter über den Boden verfrachtet und über die Elbphilharmonie regt sich schon lange niemand mehr auf. Sie gilt als „Alte Dame“ der HafenCity.

Mai 18, 2010

Die Betroffenheitsbeauftragte oder: Wie Frau Ferres uns das Leben erklärt

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Schauspielerin Veronica Ferres - Szenenbild Die Patin - RTL und Teamworxx

Seit gestern steht’s groß in den Blättern: Die Ferres dreht einen neuen Film. „247 Tage“ wird das Stück heißen und auf SAT1 zu sehen sein. Inhalt: Die Erlebnisse von Marco, dem Jungen aus Niedersachsen, der wegen einer angeblichen Vergewaltigung 247 Tage in einem türkischen Gefängnis saß. Ein Fall, der damals für großes Aufsehen in der Öffentlichkeit sorgte und den auch Veronica Ferres (39), laut Zitat auf http://www.bild-online.deganz intensiv“ verfolgt hat. Und weiter: „Unglaublich, was diese Familie durchlebt hat. Die Mutter, selbst eine Bewährungshelferin, musste ohnmächtig zusehen, wie ihr Sohn der Willkür der türkischen Justiz ausgeliefert wurde. Wie dem Liebsten, was sie hat, Unrecht widerfährt.“ Man wolle zeigen, wie es dazu kam, dass diese unbescholtene Familie – ohne Schuld und völlig willkürlich – nahezu ruiniert wurde, psychisch und finanziell, wird sie weiter zitiert.

Veronica Ferres wird die Mutter spielen. Eine „spektakuläre, schwere Rolle“ wie „bild-online.de“ meint. Eine Rolle also, wie sie zu Frau Ferres passt. Denn immerhin will sie, nach eigener Aussage „… die Menschen emotional … berühren, durch meine Filme die Menschen vielleicht zu mehr Toleranz, Rücksichtnahme, Gerechtigkeit und sogar Liebe zu bewegen.“ (Quelle: planet-interview.de).

Die Frau hat also eine Mission. Ein edles Anliegen. Sie will diese Welt ein kleines bisschen besser machen. Mit den Mitteln ihrer „Kunst“. Das erklärt einiges.

Wir kennen das von Frau Ferres. Ob nun als „Frau vom Checkpoint Charlie“, bei „Neger, Neger, Schornsteinfeger“, in „Kein Himmel über Afrika“ oder „Das Geheimnis der Wale“ – in den meisten Fällen hatte Frau Ferres im Interview zum Film eine Mission. Oft sahen wir sie danach auch gleich als Expertin in den Talkshows. Sehr schön beschrieben in „Schauspieler als Zeitzeugen“ von Jens Jessen (Die Zeit, 4.10.2007) über „Die Frau vom Checkpoint Charlie“: „ … Veronica Ferres bei Maischberger, Veronica Ferres bei Beckmann (oder war es Kerner?), Veronica Ferres bei Anne Will. Veronica Ferres als Expertin des DDR-Unrechts, Veronica Ferres als Zeugin des Frauenstrafvollzuges, Veronica Ferres als Stasi-Kennerin. Wenig fehlt, und die Westdeutsche Veronica Ferres wird sich als Gesicht der DDR, noch vor Erich Honecker, ins historische Gedächtnis graben.

Die Moderatoren der Talkshows hat es nur mäßig gestört, dass neben der prominenten Schauspielerin auch die wahre Frau saß, deren Schicksal sie im Film darstellt. Nicht dass diese Frau etwa wortkarg oder wenig präsentabel gewesen wäre aber man wollte doch von der glücklich überwundenen Diktatur lieber aus dem Mund eines schimmernden Stars hören als von der Unbekannten, an der noch das Grau der DDR zu haften scheint. Am schönsten nach den Gesetzen der Talkshows wäre es gewesen, wenn die Ferres das, was sie spielte, auch selbst erlebt hätte.“

Hat sie aber nicht.

Auf www.veronicaferres.de steht geschrieben, „Die Schauspielerin Veronica Ferres sagt über sich selbst, dass sie zwischen Leben und Schauspiel keine absoluten Grenzen ziehen kann.“ Liegt da vielleicht der Hund begraben? Identifiziert sich Veronica Ferres so stark mit ihren Rollen, dass gleichsam ein Sendungsbewusstsein mit einhergehen muss? Im Interview zu ihrem Film „Neger, Neger, Schornsteinfeger“ (Planet-Interview.de, 1.10.2006) sind Rassismus und Politik ihre Themen: Mir ist das Plädoyer gegen Rassismus sehr wichtig. Mit so einem Film hat man die Chance, eine politische Botschaft einem breiten Publikum näher zu bringen. An die Theorie, dass Theater oder Film die Menschen nicht ändert, glaube ich nicht. Ich denke, dass die Kunst die Menschen tief berühren und aufwühlen und zum Nachdenken bringen kann. Somit kann die Kunst schon im Kleinen etwas verändern und Meinungen prägen. Und wenn man als Schauspieler noch die Chance hat, durch eine Rolle politisch Stellung zu beziehen, was mir eine Herzensangelegenheit ist, dann ist das ein großes Geschenk.“

Aber – leider,  auch diesmal hat sie keine eigenen Erfahrungen, über die sie sprechen könnte, da zu spät geboren. Doch die Familie kann zum Glück aushelfen. Auf die Frage, wie sie sich „über das Drehbuch hinaus“ auf die Rolle vorbereitet hätte, sagt Ferres: „Durch den Roman, durch die Gespräche mit dem Autor Hans-Jürgen Massaquoi, durch Gespräche mit meinem Vater, der 1929 geboren ist und bei Kriegsbeginn zehn Jahre alt war. Er hat mir erzählt, dass sein Vater – also mein Großvater – sich geweigert hatte, der SS beizutreten und dann verraten wurde. Eines Morgens klingelten sie an der Tür und haben ihn als einen der ersten in den Krieg eingezogen und als Frontfutter verbraucht. Er kam dann nach einigen Jahren als Kriegskrüppel zurück und sprach kein Wort mehr in seinem Leben. Mein Vater musste deswegen schon mit 13, 14 Jahren die ganze Familie ernähren, da er der einzige Mann war. So hat dieses Drama auch die Familie meines Vaters zerstört.“

Das tut einem leid, wenn man das liest.

Wahrscheinlich ist es dieses – ihr – Sendungsbewusstsein, das die Ferres immer wieder zu den großen Themen treibt. Ende letzten Jahres kam „Unter Bauern – Retter in der Nacht“ für kurze Zeit in die Kinos, lief Anfang des Jahres im TV und zwischendurch auf verschiedenen Film-Festivals. Veronica Ferres spielt darin Marga Spiegel, eine Jüdin, die gemeinsam mit Mann und Tochter zwei Jahre vor den Nazis auf einem Münsterländer Bauernhof versteckt wird. Im Zuge der Film-Promotion betet Frau Ferres an der Klagemauer und wird dabei von der „Bild“ begleitet, der sie verrät, worum sie gebetet hat: „…, dass die Menschen in Versöhnung und Vergebung, in ihrer Vielfältigkeit und Unterschiedlichkeit in Frieden miteinander leben können.“

Dankeschön.

Zwei Monate später durfte Frau Ferres, weil sie ja die Marga Spiegel gespielt hat, dann auch die große Chanukka-Kerze am Brandenburger Tor entzünden. Der begnadete Henryk M. Broder schreibt darüber am 17.12.09 im „Tagesspiegel“: Dass Frau Ferres eine Chanukka-Kerze anzünden durfte, hat allerdings einen anderen Grund: Sie hat in einem ziemlich schrecklichen Melodram („Unter Bauern – Retter in der Nacht“) eine jüdische Holocaust-Überlebende gespielt und danach beschlossen, aktiv zu werden. „Es freut mich, wenn ich über meine Filme hinaus gesellschaftspolitisch etwas bewegen kann.“

Was natürlich sofort die Frage provoziert: Hätte Frau Ferres nicht eine Jüdin, sondern eine weibliche KZ-Aufseherin gespielt, was ja einer Schauspielerin durchaus passieren kann, hätte sie dann auch beschlossen, „gesellschaftspolitisch“ aktiv zu werden und sich der Frauen anzunehmen, die eine so unangenehme Arbeit in den Lagern verrichten mussten? Wir wissen es nicht, aber möglich wäre es, denn Schauspieler tendieren offenbar dazu, die Rollen anzunehmen, die sie mal gespielt haben.“

Womit wir im Prinzip wieder am Anfang wären. Wir sind gespannt, was wir über Bewährungshelferinnen und Mütter mit Söhnen in einem türkischen Gefängnis erfahren werden….

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