Styledarlings's Blog

Mai 24, 2011

Heißes und Kaltes mit Marek Erhardt und Hendrik Thoma

Filed under: Food & Beverage — Schlagwörter: , , , , , , , , — styledarlings @ 10:54 am

Mal ehrlich: Kundenveranstaltungen sind oft nicht sexy: einfallslos, langweilig, kurz – schnarchig. Aber zum Glück bestätigt die Ausnahme ja manchmal auch die Regel. Und der Event mit Marek Erhardt, Hendrik Thoma und André Buddenhagen (Geschäftsführer des gleichnamigen Fachmarktes für Elektrogeräte am Winterhuder Markt) hat das perfekt unter Beweis gestellt!

Kevin von Holt, Marek Erhardt, André Buddenhagen, André Schneider

Schauspieler Marek Erhardt überzeugte die Gäste von seinen Kochkünsten: „Ich wollte zwar nie Koch werden, bewundere aber alle, die richtig kochen können,“ so der Mime, der ab dem 25. Juni in Segeberg als „Ölprinz“ zu sehen sein wird, “ das hier heute ist für mich eine Freundesveranstaltung und somit eine echte Herzensangelegenheit, schließlich kenne ich André schon seit der fünften Klasse.“

Angst, dass den Gästen sein Essen nicht schmecken könnte, hatte er aus zwei Gründen nicht. „Erstens steht mir das Team von Kevin von Holt, von „Kev’s Kitchen“ zur Seite. Zweitens wird der gute Wein  über das schlechte Essen hinwegtäuschen – zumindest über das, was ich gekocht habe“, flaxte der Schauspieler.

Und gute Weine gab es reichlich. Präsentiert wurden die edlen Tropfen von Master-Sommelier Hendrik Thoma, der eine sehr humorvolle Einführung in Sachen „Wie werde ich Wein-Profi“ gab.  Hängen geblieben ist auf jeden Fall: Für den richtigen Genuss von Weinen ist die Kühlung ein wichtiger Bestandteil. Ein Weinkühlschrank, z.B. von Liebherr, bildet dafür das perfekte Accessoir und ist eine Zierde in jeder Küche.

Hendrik Thoma

Kevin von Holt, André Buddenhagen und André Schneider

Februar 23, 2011

Weikeri – der Secco des Sommers

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Weikeri Secco vom Weingut Peter Schreiber

 

Kommt der Frühling nicht zu uns, helfen die Styledarlings gerne nach.  Und wenn es nur durch den Genuß eines Seccos mit dem frühlingshaft anmutenden Namen „Weikeri“ im beheizten Wohnzimmer ist.

Dieser wunderbar leichte Perlwein vom Weingut Peter Schreiber in Rheinhessen duftet zart nach Zitronen und Limetten, aber auch ein Hauch exotischer Früchte ist wahrnehmbar. Leider konnten wir uns nicht auf den Exoten einigen – 4 Nasen, 4 unterschiedliche Wahrnehmungen.

Nach dem ersten Schluck waren wir uns einig – eine echte Geschmacksbombe! Eine animierende Perligkeit mit perfekter Balance zwischen Säure und Süße. Weikeri ist ein echtes Fruchtvergnügen – sehr vollmundig und fruchtig, ohne wirklich süss zu sein.

Freunde der restsüssen Weine müssten von diesem Secco begeistert sein. Und für diejenigen, die sich immer noch nicht an solche Weine wagen, haben wir ein wenig experimentiert.

Weikeri gemischt mit Schuss Aperol verbindet auf spannende Art und Weise bitter mit süss. Für die, die es etwas herber mögen.

Und weil Cranberrysaft so lecker ist, haben wir auch den mit dem Secco gemischt. Ein ausgesprochen leckeres Sommergetränk!

Warum Bellini immer mit Pfirsich sein muss, hat sich uns nicht erschlossen – deswegen haben wir eine Mango püriert und mit Weikeri aufgegossen. Ganz extrem lecker!!

Das Geheimnis für den tollen Geschmack dieses Perlweines ist:  Die Mischung aus Weißburgunder, Kerne und Riesling!

Wer neugierig geworden ist meldet sich am besten gleich beim Winzer Peter Schreiber persönlich, denn leider Weikeri bisher nur auf dem Weingut direkt erhältlich.

 

 

November 9, 2010

Berauschendes der Winzer Schreiber und Danner

Terra Incognita Riesling vom Weingut Peter Schreiber

Der Herbst, den aktuellen Temperaturen nach bereits Winter, ist endgültig in Deutschland eingezogen. Die Zeiten, in denen man in leichter Kleidung Cocktail schlürfenderweise in den Biergärten der Nation gehockt hat, sind vorbei.  Zeit sich anderen Getränken zu widmen, die aus  Sicht der Styledarlings auch auf dem Weihnachtstisch gut aufgehoben sind.

Weisswein-Freunden empfehlen wir den RIESLING TERRA INCOGNITA SPÄTLESE 2009 vom Weingut Peter Schreiber in Gundheim, Rheinhessen. Dieser Riesling ist ein echter Knaller und wenn wir von einer geschmacklichen Explosion am Gaumen sprechen, ist es keine Untertreibung. In der Nase zeigen sich feine Aromen von Rose und Honig. Auf der Zunge ein sehr ausgewogenes Säure/Süßespiel (nein, der Wein ist nicht pappig süss!). Auch hier wieder honigartige Töne. Am Gaumen entfaltet sich eine feine Würze, die an Minze erinnert.

Aus unserer Sicht passt er wunderbar zur Ente, Gans und Rinderbraten – aber auch zu Karpfen blau können wir ihn uns gut vorstellen. Keine Sorge, Terra Incognita ist auch ohne alles trinkbar. Interessant an diesem Wein ist, wie stark er sich nach Öffnung der Flasche verändert – mit jedem Glas wird er besser. So etwas haben wir in dieser Form selten erlebt – und wir trinken wirklich viele Weine 😉

Beim Best of Riesling Wettbewerb erhielt der Wein 95 Punkte, die Zeitschrift Selection zeichnete den Terra Incognita mit 4 Sternen aus.

Preis: 7,- Euro

Noch dürfen wir nicht darüber schreiben, aber aus sehr sicherer Quelle wissen wir – ok, wir durften schon verkosten – dass Winzermeister Peter Schreiber in Kürze seine neuen Rotweine auf den Markt bringen wird. Und die sind echt der Hammer 😉

Pinot Noir Typ 3 vom Weingut Danner

Selbstverständlich haben wir auch einen Tipp für die Liebhaber des Rotweines. Die Styledarlings haben den Pinot Noir Typ 3 vom Weingut Danner für sich entdeckt. In der Nase machen sich leichte Lobeeraromen breit, angenehme Tannine, sehr weich und voll im Mund. Ein kraftvoller Wein ohne erschlagende Wirkung mit schöner Dichte. Den kann man gut über Stunden trinken und es wird einem nicht zu viel.

Typ 3 steht beim Weingut Danner übrigens für Reifung in kleinen Eichenfässern.

Auch dieser Wein passt hervorragend zu deftigem Essen. Und wer ihn lieber so trinkt, sollte sich unbedingt tollen Käse dazu besorgen.

Kosten: 26,- Euro

Wer rechtzeitig bestellt, kann schon in wenigen Tagen genauso schwärmen wie wir 😉

Juli 13, 2010

Sankt Pauli – es muss nicht immer Fussball sein

Filed under: Places to be — Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , — styledarlings @ 9:59 pm

Inhaber Heiko Schlesselmann (li.) und Raphael Kansky

Wein ist bekanntlich das Getränk der Götter – und seine Beliebtheit ist bis heute,  in götterarmen Zeiten, ungebrochen.  Trinken kann man die edlen Tropfen natürlich an jedem Platz, der gefällt – aber es gibt Orte, an denen Weine besonders gut schmecken.

Einer dieser Plätze ist die Weinbar Sankt Pauli in Hamburg. Wie jetzt? Sankt Pauli? Wein? Das passt doch nicht! Doch, passt auf alle Fälle – auch oder gerade gegenüber vom Millerntorstadion. Denn auch Fußballfans und eingefleischte Sankt Paulianer trinken so dann und wann Wein.

Entdeckt haben die Styledarlings diese wunderbare Weinbar eher per Zufall. Ein Styledarling moderiert eine Wein-Gruppe ( Wein von Weintrauben, keine Heulgruppe), welche sich einmal im Monat zu Weinproben trifft. Wie es der Zufall so will gehört einer der Inhaber der Weinbar Sankt Pauli, nämlich Raphael Kansky, zu den Mitgliedern der Gruppe und bot sofort seine Bar als Treffpunkt an.

Im Gegensatz zu anderen Locations dieser Art ist die Weinbar Sankt Pauli zwar sehr wohlfühlend und warm eingerichtet, hat aber mit gediegenem Ambiente nichts gemein. Der Charme, den das Viertel ausmacht, ist auf alle Fälle vorhanden – als Besucher fühlt man sich sowohl in legerer Freizeitkleidung als auch im Business-Dress gleichermaßen wohl. Mit 50 qm Fläche kommt schnell eine heimelige Atmosphäre auf, Kontakte zu Nachbartischen fallen leicht, überhaupt fällt auf, das Publikum der Weinbar ist entgegen der allgemeinen Meinung, Hamburger seien sehr zurückhaltend, extrem offen und kommunikativ. So macht Wein trinken wirklich Spaß!

Raphael und Heiko bieten eine übersichtliche Weinkarte mit immer wieder wechselnden Highlight und einem tollen Rahmenprogramm. Da kann es schon mal sein, dass ein Winzer anwesend ist, der aus einem Krimi zur Weinprobe liest. Des Weiteren treten immer mal wieder verschiedene Sänger auf, wie zum Beispiel am 26.08.2010 Panos Kolias, die echte Geheimtipps sind, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Natürlich gibt es auch immer wieder Weinproben mit verschiedenen Themen – wie beispielsweise am 19.08.2010 Weinprobetrinken Sommerweine.

Die Preise sind sehr human und laden auf jeden Fall zu einem zweiten oder gar drittem Glas ein. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt – und zwar in Form von leckeren Tapas Tellern, mit Käse, Olive, Schinken, Salami, Tortillas und vieles mehr.  Diese lassen wir uns nie entgehen!

Tapasteller der Weinbar Sankt Pauli

Und weil es derzeit viel zu warm zum drinnen sitzen ist, hier kann man auch draussen seinen Wein genießen! Die 12 Außenplätze sind aktuell heiß begehrt und es gilt, wer zuerst kommt, hat den Platz!

Außenplätze der Weinbar Sankt Pauli

Also, an alle Hamburger und Hamburg Besucher: Diese Weinbar solltet ihr dringend besuchen! Zu den tollen Weinen und dem schönen Ambiente kommt, die Inhaber Raphael und Heiko sind super nett und witzig und haben ein echtes Gespür für die Wünsche ihrer Kunden!

Weinbar Sankt Pauli,   Neuer Kamp 19, 20359 Hamburg

http://www.weinbar-stpauli.de

Juni 16, 2010

„Fleur“ – sinnlich und betörend

Filed under: Food & Beverage, Lifestyle — Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , — styledarlings @ 7:10 am

"Fleur" Weißwein aus der Kernertraube

„Fleur“ – kommt der Sommer nicht zu uns, helfen wir mit diesem phantastischen Wein nach und schwelgen ein wenig in sommerlichen Gedanken.

Die Styledarlings durften den Weißwein vom Weingut Peter Schreiber als eine der ersten probieren und was sollen wir sagen? Unsere Erwartungen wurden mehr als übertroffen! Wer noch auf der Suche nach einem schönen Terrassenwein ist, sollte Fleur auf jeden Fall probieren.

Schon beim hinriechen ins Glas spielt die Phantasie verrückt!  Zart würzige Noten, die an Muskat gepaart mit Rosenduft erinnern an eine Blumenwiese nach einem warmen Sommerregen.

Die erste Berührung mit dem edlen Tropfen fühlt sich an der Zunge zart perlend an,  welches mehr und mehr einer starken Würze weicht. Es schwingt ein Hauch von Pfeffer- und Anistönen am Gaumen.

Der erste Schluck ist die geschmackliche Offenbarung pur! Der hintere Gaumen wird von einem zunächst kühlendem Eindruck stimuliert, der sich anschliessend zu einem langen würzig, fruchtigem Finale wandelt. Ein weiches wohliges Gefühl macht sich breit und man möchte einfach nur noch mehr…..

„Fleur“ sollte schön kühl getrunken werden und eignet sich hervorragend zu Pasta-Gerichten, gegrilltem Fisch, Salat oder auch als Partywein. Ausprobiert haben wir es bisher noch nicht, aber wir glauben, der Wein ist auch die ideale Ergänzung für alle,  die die scharfe Küche bevorzugen.

Freunde des hochwertigen Weines werden sich jetzt freuen – die Flasche kostet 6,- Euro und ist erhältlich auf dem Weingut Peter Schreiber. Den sympathischen Winzer haben wir euch bereits vorgestellt.

Von unserer Seite aus: Daumen hoch für Fleur!

Juni 10, 2010

FRIZZ – der „Champagner“ für den kleinen Geldbeutel

FRIZZ in der royalblauen Champagnerflasche

Es muss nicht immer Champagner sein – das wissen die Stylesdarlings seit sie diesen deutschen Perlwein entdeckt haben, ganz genau! Und jetzt bitte nicht die Nase rümpfen und denken „Püh Perlwein und dann auch noch aus Deutschland“.  Deutscher Wein und seine Nebenprodukte wie Perlwein und Sekt sind großartig und müssen sich hinter anderen Weinländern in keiner Form verstecken!

FRIZZ Perlwein ist die Antwort des Weingutes Rainer Eckes in Wallhausen  auf italienischen Prosecco. Während der Weisse ein Cuvee aus Weissburgunder und Würzer ist – diese Kombination sorgt für eine schöne Fülle gepaart mit der Frucht eines Gewürztraminers, ist der Rose aus der blauen Portugiesertraube hergestellt. Trinkvergnügen pur bei einem Alkoholgehalt von 11,5% .

Die Perlweine sind im patentierten Micotenerverfahren hergestellt – und damit ihr wisst, was das ist, hier die Erklärung: Die Kohlensäure ist sehr feinperlig ähnlich wie beim Sekt und bleibt dadurch lange im Getränk enthalten. Anders als bei den meisten Perlweinen, bei denen ähnlich wie im Mineralwasser die Perlage sehr großperlig ist und sehr schnell entweicht. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass ihr die Flasche nicht an einem Abend leer trinkt, könnt ihr sie beruhigt in den Kühlschrank stellen und am nächsten Tag weitergenießen – mit vollem Geschmackserlebnis.

FRIZZ passt durch seine Leichtigkeit und Frische gut zur  sommerlichen Küche, aber natürlich kann er auch ganz ohne Essen auf der Terrasse, auf dem Balkon, im Park, am Strand und wo auch immer Ihr ihn gerne trinken möchtet, genossen werden.

Diesen wunderbaren Perlwein gibt es für 4,70 Euro – direkt beim Winzer oder aber auch über seinen Onlineshop.

Wer mehr über das Weingut wissen möchte, informiert sich hier www.weinsekteckes.de

Mai 15, 2010

Es gibt kein schlechtes Wetter – nur neue Gesprächsthemen…

Filed under: Lifestyle, Uncategorized — Schlagwörter: , , , , , , , , , — styledarlings @ 9:44 am

Auch wenn die Meldungen widersprüchlich sind – der Tenor ist der gleiche: Wetter ist DAS Gesprächsthema überhaupt. Das hat sowohl eine Umfrage in England ergeben, in der 58% der Briten zugaben, dass das Wetter eines ihrer Hauptgesprächsthemen sei und sie auch gern mit fremden Menschen darüber sprächen, als auch eine Umfrage hierzulande unter 2000 Erwachsenen. Wie schön. Wir haben also ein Thema. Und vor allem haben wir das seit ungefähr vier Wochen. Denn es ist kalt in Deutschland. Viel zu kalt. So kalt, dass man schon morgens schlechte Laune haben kann, wenn man frierend aus dem warmen Bettchen steigt, dann frierend unter die Dusche huscht, nur um sich danach – immer noch frierend – wieder die gleichen – warmen – Klamotten anzuziehen, die man sowieso schon seit November trägt. Wie gesagt: Ein guter Ansatz, um den Tag misslaunig zu beginnen.

Aber, es gibt ja auch den schönen Spruch: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung“. Der wiederum kommt aus dem großen Fundus der „Das Glas ist halb voll und nicht halbleer“ Ecke. Und damit wären wir beim Grundproblem: Der Einstellung. In meinem liebsten Motivationsbuch „Fish“, von Stephen C. Lundin, Harry Paul, John Christensen, und Regina Berger von Redline Wirtschaftsverlag (Gebundene Ausgabe – 1. Juli 2005, € 12,95) wird an dem schönen Beispiel des Pike Place Fischmarktes in Seattle ganz wunderbar erklärt, wie man sich und andere motivieren kann. Das Geheimnis ist, man ahnt es schon, die Einstellung zu dem was man tut. Man muss es lieben.

Daran erinnerte ich mich heute Morgen, als ich – frierend – an der Alster rumtrabte und schon wieder wegen des Wetters am rumjammern war. Was wäre, fragte ich mich plötzlich, wenn ich meine Einstellung ändern würde? Es würde wahrscheinlich nicht plötzlich wärmer werden (leider). Und auch die Sonne würde wohl nicht sofort hinter den dicken grauen Wolken hervorbrechen (schade). Aber vielleicht wäre ich nicht mehr so genervt? In Gedanken fing ich an, eine kleine 10-Punkte-Liste aufzustellen, warum es eigentlich super ist, dass der Wonnemonat Mai uns in diesem Jahr so hängen lässt:

  1. Ich kann meine geliebten UGGs noch tragen
  2. Die Füße müssen noch nicht im besten Sommerglanz erstrahlen
  3. Ich habe noch mehr Zeit, auf meine Bikini-Figur hinzuarbeiten
  4. Wer jetzt auf Sylt sitzt, friert auch – ich muss also nicht neidisch sein
  5. Ich kann ohne schlechtes Gewissen DvD-Nachmittage machen, um die Liste der Filme, die ich schon lange mal sehen wollte, abzuarbeiten
  6. Ich kann in Ruhe auf dem Sofa liegen und lesen
  7. Ich kann immer noch den Kamin anmachen, ohne dass es albern ist
  8. Ich kann mir das miese Wetter schön trinken, ohne als Alkoholikerin zu gelten
  9. Ich bin noch von keiner Mücke gestochen worden
  10. Ich habe immer ein Gesprächsthema!

Was soll ich sagen? Ich glaube, es wirkt schon. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass die Sonne gerade durchkommt. Wir können ja mal drüber reden…

Mai 10, 2010

Ein Geheimtipp – Rheinhessischer Winzer mit italienischen Wurzeln

Über Weine aus aller Welt wird viel geschrieben, über den Geschmack wahrscheinlich noch viel mehr gestritten. und am guten Ende sind sich die sogenannten Weinprofis wie die schreibende Zunft darüber einig, dass die edlen Tropfen berühmter Weingüter auf jeden Fall gut sind. So zumindest scheint es mir manchmal – ein Eindruck, der selbstverständlich trügen kann.

Der reine Weinliebhaber, der aus purer Lebens- und Genussfreude und weit entfernt von tatsächlichem Profiwissen konsumiert, dürfte allerdings recht häufig über die Wortkreationen mit denen Weine beschrieben werden überfordert sein. Der Wein schmeckt nach dunklen Pflaumen? Ich weiß noch nicht einmal, wie helle Pflaumen schmecken! Und nach Leder soll dieser Wein auch noch riechen? Egal wie lange ich schnuppere – ich rieche es nicht! Warum können Weine nicht kurz und allgemein verständlich beschrieben werden? Denn so würde ich mir beim Lesen der Weinbeschreibung nicht wie ein Vollidiot vorkommen, der in seinem Leben noch nie etwas anderes geschmeckt und gerochen hat als Großstadtmief – denn den erkenne ich sofort!

Aber auch in der Weinwelt gibt es diejenigen, die gerne auf große Worte verzichten und sich auf das Wesentliche konzentrieren – die Erzeugung von hochwertigen Weinen, die großartig schmecken. Und einen davon möchte ich Euch gerne vorstellen – ein kleiner Geheimtipp, vor allem für die Freunde der restsüßen Weine!

Winzermeister Peter Mauritius Schreiber ist so einer. Einer, der rackert. Einer, der überlegt und sich nicht durch vorgegebene Trends beirren lässt, sondern sie lieber selbst setzt. Einer, dem neue Ideen durch den Kopf gehen, der aber niemals die mehr als achttausend Jahre dauernde Entwicklung des Weines außer acht lässt. Praktisch über Nacht wandelte Schreiber, 34, den elterlichen Betrieb im rheinhessischen Wonnegau, der bis dahin ein rein Fasswein vermarktendes Unternehmen war, in das Weingut Peter Schreiber um. Sein Ziel, im Flaschenvertrieb Fuß zu fassen, erreichte der ehrgeizige Winzer schnell.

Zusammen mit seinem Vater Peter Schreiber sen. bewirtschaftet er ca. 14 Hektar Weinberge in den besten Lagen um Gundheim, Bechtheim und Westhofen. Seine Spitzenweine keltert Peter Mauritius Schreiber aus den Trauben der Lagen Gundheimer Sonnenberg, Bermersheimer Hasenlauf und Westhofener Rotenstein. „Jeder Jahrgang hat seine Eigenheit und erzählt die Geschichte der vergangenen Arbeit“ so Schreiber. Seine Erfahrung zeigt, dass für Spitzenweine die Weinlage nicht entscheidend ist, denn auch unbedeutende Lagen sind im Stande edle Weine zu liefern.

Die Philosophie des Weingutes „Individualität macht Wein zu Luxus“ zeigt sich darin, dass es manche Weine mehrere Jahre nicht mehr gibt. „Ein stetes und gleichbleibendes Sortiment, das wohlmöglich noch geschmacklich dem letzten Jahrgang angepasst wurde, kommt für mich nicht in Frage“ sagt der Winzermeister. Seine Kunden wissen dies zu schätzen, haben sie doch dadurch die Gewissheit, ein erstklassiges Unikat erworben zu haben.

Entgegen dem allgemeinen Trend hat sich Winzermeister Peter Schreiber den Weinen mit verbliebenem Fruchtzucker verschrieben. „Auch wenn ich damit gegen den allgemeinen Hype schwimme, die Erzeugung edler Spätlesen mit natürlichem Restzucker ist meine Leidenschaft. Dabei achte ich besonders auf eine große Ausgewogenheit der entscheidenden, geschmacklich beeinflussenden Komponenten: Süße und Säure! Diese Weine haben nichts mit den pappigen, süßen Weinen aus den 70iger Jahren zu tun“ betont Schreiber.

Die herausragenden Weine vom Weingut Peter Schreiber bestechen durch pures Trinkvergnügen bei geringem Alkoholgehalt. Sie sind ein schöner Begleiter zur mediterranen oder auch asiatischen Küche. „Ein guter Weißwein muss Spannung erzeugen, lange am Gaumen nachschmecken und dabei immer wieder neue Geschmackseindrücke preisgeben. Mit der Erzeugung meiner restsüßen Spätlesen, möchte ich vor allem den Weinkonsumenten wieder für diesen Ausbaustil sensibilisieren, der aus heutiger Sicht aufgrund eines sich stark etablierten Trends zu trockenen Weißweinen in Deutschland zu wenig Beachtung findet. Gerade hier ist es wichtig mit Überzeugungsarbeit aufzuzeigen, das die plumpe süße Welle finessenreichen hochwertigen Tropfen gewichen ist“ sagt der Winzer voller Überzeugung.

Wer noch auf der Suche nach einem passenden Sommerwein ist, sollte sich an Peter Schreiber wenden! Die Weine sind derzeit nur über das Weingut selbst erhältlich, aber ich bin sicher, in absehbarer Zeit werden diese schönen Weine auch bei Händlern in der ein oder anderen Stadt erhältlich es sein. Es lohnt sich!

Was diesen Winzer so sympathisch macht? Er sträubt sich geradezu gegen ausführliche Weinbeschreibungen!!! Natürlich gibt er die Informationen, ob ein Wein trocken, fein-herb, lieblich etc. ist, aber dann ist auch schon Schluss! Er gibt mir keine Aromen vor, die ich ohnehin nicht schmecken würde bzw. die ich mir auch gar nicht vorstellen kann. Die Fans seiner Weine bilden ihr Urteil ganz unbeeinflusst von ihm – er hört seinen Kunden nur zu, wenn sie ihm erklären, was sie gerne mögen und spricht dann eine Empfehlung ohne großes Brimborium aus – das ist das Geheimnis seines Erfolges! Zumindest meiner Meinung nach.

Wer mehr erfahren möchte klickt auf das Foto

Peter Schreiber - der Winzer aus Rheinhessen mit italienischen Wurzeln

Peter Schreiber - der Winzer aus Rheinhessen mit italienischen Wurzeln

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